Uber bekommt neue Führungskultur verpasst

Die Kapitalgeber von Uber räumen in der Führungsmannschaft auf, nachdem sich zuletzt einige Top-Manager daneben benommen haben. Im Visier ist auch immer wieder Uber-Gründer und CEO Kalanick, der zumindest mehrere Aufpasser bekommen soll.

Uber bekommt neue Führungskultur verpasst

Uber CEO Travis Kalanick hat mindestens ein größeres Führungsproblem, das nun von seinem Aufsichtsrat geregelt wird.

San Francisco. Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung und des respektlosen Verhaltens hat das Management des Fahrdienstvermittlers Uber Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmenskultur beschlossen. Diese sollen am Dienstag den Mitarbeitern vorgestellt werden, sagte ein Unternehmensvertreter, der nicht benannt werden wollte, am Montag. Es wird erwartet, dass es künftig unter anderem eine schärfere Kontrolle der Mitarbeiterführung und der Ausgaben geben wird.

Eine frühere Mitarbeiterin hatte im Februar öffentlich erklärt, sie sei bei Uber von ihrem Vorgesetzten sexuell belästigt worden und mit Beschwerden in der Personalabteilung auf taube Ohren gestoßen. Eine Untersuchungskommission unter Vorsitz des früheren Justizministers Eric Holder nahm Uber daraufhin unter die Lupe. Insidern zufolge wurden in der Folge 20 Angestellte entlassen.

Ins Visier geriet auch Firmenchef Travis Kalanick. Reuters hatte von Insidern erfahren, dass das Uber-Führungsgremium am Wochenende auch über dessen Rolle beraten wollte. Dabei stand eine Auszeit oder eine andere Aufgabe des Uber-Mitgründers zur Diskussion. Alternativ könnten Kalanicks Befugnisse eingeschränkt oder seine Aktivitäten stärker überwacht werden. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern.

Uber hat das Taxigewerbe in vielen Ländern verändert. Das Unternehmen ist trotz anhaltender Verluste fast 70 Milliarden Dollar wert, hat mehr als 12.000 Mitarbeiter und kooperiert mit über 1,5 Millionen Fahrern. Uber ist aber in vielen Ländern in Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Kalanick gilt als aggressiver Manager. Arianna Huffington, eine der sieben stimmberechtigten Mitglieder im Uber-Führungsgremium, sagte jüngst, Kalanick müsse von einem streitlustigen Unternehmer zum Lenker eines Weltkonzerns heranwachsen.

Michael Ludwig

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