Türkei-Politik: Das sagen die deutschen Manager

Türkei-Politik: Das sagen die deutschen Manager

Die deutsche Wirtschaft scheut nach dem Putschversuch neue Investitionen in der Türkei. 85 Prozent rechnen mit einem erheblichen Rückgang als Folge der fragilen politischen Lage, geht aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der Unternehmensberatung Roland Berger und der "Welt" unter 149 Managern hervor.

Lediglich vier Prozent sind demnach der Ansicht, dass die Geschäftstätigkeit deutscher Firmen vor Ort durch die jüngsten Entwicklungen nicht beeinträchtigt wird.

Derzeit gibt es in der Türkei gut 6.000 deutsche Unternehmen oder Firmen mit deutscher Kapitalbeteiligung. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern lag 2015 bei rund 37 Mrd. Euro. In der Rangliste der wichtigsten deutschen Exportmärkte landet das Schwellenland auf Rang 14. Im vergangenen Jahr legten die Ausfuhren dorthin um mehr als 16 Prozent zu. Die deutschen Direktinvestitionen in der Türkei summieren sich auf rund 9,2 Mrd. Euro. Allein 2015 nahmen sie um 1,2 Mrd. Euro zu.

Der Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) beklagt bereits wachsende Unsicherheit für die Unternehmen durch den Putschversuch. "Das schlägt unmittelbar auf die Geschäfte der deutschen Wirtschaft in der Türkei durch", warnte DIHK-Präsident Eric Schweitzer.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nach dem gescheiterten Militärputsch für drei Monate den Ausnahmezustand verhängt. Seit dem gescheiterten Putsch vor einer Woche wurden rund 60.000 Soldaten, Polizisten, Beamte und Lehrer suspendiert oder festgenommen.

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