Trotz Ukraine und Nahost: Österreichs Wirtschaft wächst auch 2014

Trotz Ukraine und Nahost: Österreichs Wirtschaft wächst auch 2014

Die Ukraine-Krise bremst das Wachstum angeblich nicht zusätzlich.

Die Ökonomen der Bank Austria sagen für heuer ein BIP-Anstieg von 0,6 Prozent voraus. Im kommenden Jahr soll die heimische Wirtschaft gar um 1,6 Prozent wachsen.

Die Russland/Ukraine-Krise und die Konflikte in Nahost sollten das Wirtschaftswachstum Österreichs heuer nicht zusätzlich bremsen, erwarten die Ökonomen der Bank Austria. An dem für 2014 erwarteten BIP-Anstieg von 0,6 Prozent halten sie jedenfalls fest, geht aus dem aktuellen Konjunkturindikator hervor. Die Stimmung in der Wirtschaft habe sich aber im Herbst verschlechtert.

Im vierten Quartal fehlten heuer zwar voraussichtlich "wesentliche Impulse vom Konsum und von der Investitionstätigkeit", doch "der Außenbeitrag bedingt durch einen niedrigen Importbedarf" solle für ein wenig Wachstum sorgen, teilte der Ökonom Walter Pudschedl mit. Die stärkere Nachfrage aus dem Ausland soll sowohl Exporte als auch Investitionen beleben.

2015 größeres Wachstum

2015 steht laut Bank Austria sogar ein deutliches Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent ins Haus. "Die aktuell eingetrübte Konjunkturstimmung erscheint etwas übertrieben - wir sind optimistisch, dass sich in Österreich im kommenden Jahr die Konjunkturerholung fortsetzen wird", betonte Chefökonom Stefan Bruckbauer.

Die globale Nachfrage nehme bereits wieder Schwung auf, die USA weise solide Wachstumsraten auf und die Schwellenländer kämen wieder besser in Fahrt. Zudem dürfte der schwächere Euro die Exportnachfrage auffrischen. Auch die Investitionen sollten wieder steigen, verweist Bruckbauer auf das anhaltend niedrige Zinsniveau und die neuen Liquiditätsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB), die vielen europäischen Banken mehr Handlungsspielraum gebe.

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