Trotz Preisdruck: Milchproduktion weiter gestiegen

Milchkühe auf der Weide

Milchkühe auf der Weide

Schlechte Nachrichten für die Milchbauern: In Österreich steigt die Milchproduktion weiter. Der Druck auf die nach Aufhebung der Milchquoten und der Liberalisierung des EU-Milchmarkts gefallenen Milchpreise wird so nicht nachlassen.

Die Rohmilchproduktion ist in Österreich trotz des enormen Preisdrucks, der auf den heimischen Milchbauern lastet ,weiter gestiegen. Wie die Statsitik Austria bekanntgab, ist die Kuhmilcherzeugung im Jahr 2015 gegenüber 2014 um ein weiteres Prozent auf rund 3,54 Millionen Tonnen Rohmilch gestiegen. Die Jahresleistung pro Milchkuh ist damit auf 6,6 Tonnen (+0,6Prozent) gestiegen. Eine durchschnittliche Milchkuh - in Österreich sind 538.000 Kühe registriert - gibt damit rund 18 Liter Milch pro Tag.

Der größte Teil (87,7 Prozent) der erzeugten Rohmilch ging direkt an Be- und Verarbeitungsbetriebe. Die restliche Rohmilch wurde fast ausschließlich hofseitig verwertet: 7,8 Prozent dienten als Futter für Kälber oder sonstige Haustiere, und 3,4 Prozent wurden am oder ab Hof vertrieben.

Einen Anstieg (+3,9 Prozent) gab es auch bei der Produktion von Ziegenmilch, allerdings ist die in Österreich im Jahresverlauf produzierte Gesamtmenge von 20.600 Tonnen relativ gering. Schafmilch wurde etwas weniger (10.600 Tonnen, -5,8 Prozent) produziert.

Preisdruck auf Milch

Kritisch ist der Anstieg auch angesichts der Tatsache, dass der EU-Milchmarkt seit April vergangenen Jahres liberalisiert ist und die Milchquoten Ende März ausgelaufen sind. Erschwerend hinzu kommt der Importstopp Russlands für Milch aus der EU.

Die EU greift den Bauern unter die Arme, Mitte Juli wurde erneut ein 500-Millionen-Euro-Hilfspaket für die Landwirtschaft geschnürt. Davon fließen 150 Millionen Euro an Milchbauern, die ihre Produktion drosseln. Dabei sollen pro Liter nicht angelieferter Milch 14 Cent an die Bauern gezahlt werden. Die übrigen 350 Millionen Euro gehen an die EU-Staaten zur weiteren Verteilung für die Landwirtschaft etwa auch für den kriselnden Schweinefleischsektor. Österreichs Bauern werden davon 5,68 Millionen Euro erhalten. Mit einer von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter angekündigten nationalen Aufstockung werden es fast 12 Millionen Euro sein.

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