Die Tricks der Cyberkriminellen und wie Sie sich schützen

Die Kriminalität im Internet und im Onlinehandel nimmt weiter zu. Die gängigsten Tricks der Betrüger und wie Sie sich dagegen schützen können.

Thema: Rechtstipps
Die Tricks der Cyberkriminellen und wie Sie sich schützen

Der Cybercrime-Report des Innenministeriums zeigt eine bedenkliche Entwicklung: Die Internetkriminalität steigt schnell und stetig. Im Vorjahr wurde gegenüber 2019 ein Plus von 26,3 Prozent verzeichnet. Befeuert wird die Kriminalität im Internet durch die Pandemie, so die Experten des Ministeriums für Inneres.

Cyber-Kriminalität hat dabei viele Facetten, und eine besonders beliebte Spielwiese ist der Online-Handel - besonders seit Beginn der Corona-Pandemie, kaufen doch viel mehr Menschen online ihre Waren als zuvor.

Bei der D.A.S. Rechtsschutz AG nehmen die Anfragen von Versicherten diesbezüglich zu. „Bei uns melden sich regelmäßig Kunden, die E-Mails mit einer Zahlungsaufforderung von vermeintlich echten Banken und Kreditkarteninstituten erhalten. Immer häufiger werden gefälschte Anwaltsschreiben per E-Mail versendet. Den Betroffenen wird zum Beispiel vorgeworfen, gegen das Urheberrecht verstoßen zu haben“, sagt Johannes Loinger, Vorsitzender des D.A.S. Vorstandes. „Wenn die Abmahnung per Mail und nicht per Post versendet wird und eine Überweisung ins Ausland verlangt wird, ist Vorsicht geboten. Hier lohnt es sich, bei der jeweiligen Anwaltskammer nachzufragen, ob der angegebene Anwalt gelistet ist“, rät Loinger, der in der Folge noch weitere gute Tipps für Kunden von Online-Shops gibt.


1. Händler-Check

Wenn Onlineangebote besonders günstig erscheinen, ist es ratsam, die Seriosität d des Händlers genau zu prüfen. Etwa durch einen Blick auf die Seite der Internet-Ombudsstelle unter www.ombudsstelle.at. „Dort sind Online-Shops gelistet, die als unseriös qualifiziert wurden“, erklärt der D.A.S. Rechtsschutzexperte. Auch Bewertungen und Berichte anderer Kunden sind wichtige Orientierungshilfen, bevor ein Kaufvertrag geschlossen wird.


2. Impressum kontrollieren

„Vorsicht ist auch geboten, wenn das Impressum unvollständig ist oder die Angaben Rechtschreib- und Grammatikfehler enthalten“, warnt Loinger. So sind Unternehmen verpflichtet, auf jeder kommerziellen Website dem Namen der Firma die Anschrift, die E-Mail-Adresse, eine Telefonnummer oder Telefaxnummer anzugeben.


3. Betrüger akzeptieren oft nur Vorauszahlung

Betrügerische Online-Shops erlauben häufig nur die Vorauszahlung als Zahlungsart an. Geliefert wird die Ware aber in vielen Fällen dann nicht. „Seien Sie daher bei Shops vorsichtig, wo nur Vorauskasse angeboten wird“, empfiehlt der D.A.S. Jurist. Besonders sicher ist der Kauf auf Rechnung, da das Geld erst dann überwiesen wird, wenn die Ware eingelangt ist.


4. Auf Lieferbedingungen und Rücksendekosten achten

Auch ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist ratsam. Fehlen Informationen zu den Lieferbedingungen oder Rücksendekosten oder ist der Text in schlechtem Deutsch formuliert, dann sollte man vorsichtig sein.


5. Vermeintliche Inkassobüros und Anwälte üben Druck aus

Nicht selten erhalten Internetnutzer Zahlungsaufforderungen von vermeintlichen Inkassobüros oder Rechtsanwälten. Meist wird mit rechtlichen Schritten gedroht, wenn nicht bezahlt wird. Lassen Sie sich nicht einschüchtern! Denn wurde nichts bestellt und kein Vertrag geschlossen, dann ist auch nicht zu bezahlen.


6. Dateien im E-Mail-Anhang nicht öffnen

Wichtig ist auch, die Datenanhänge der E-Mails nicht zu öffnen, diese könnten eine Schadsoftware enthalten. Antworten Sie auch nicht auf das Mail. Sonst bestätigen Sie den Betrügern nur, dass Ihre Adresse aktiv ist“, warnt Loinger.


7. Keine Passwörter und sensible Daten bekannt geben

Kriminelle versuchen mitunter auch an Nutzerdaten zu kommen, im Fachjargon Phishing genannt. Diese sind etwa für das Online-Banking notwendig. Oft sind die Mails als Nachrichten von Bankinstituten und Kreditkartenunternehmen getarnt. „Geben Sie auf keinen Fall vertrauliche Daten wie Passwörter, Benutzernamen oder TANs per E-Mail, online oder telefonisch bekannt“, warnt Loinger. Verwenden Sie starke Passwörter und ändern Sie diese regelmäßig.


8. Auf diesen Webseiten können Sie prüfen, ob Sie gehackt wurden

Auf Webseiten wie zum Beispiel haveibeenpwned.com kann recherchiert werden, ob Ihre eigene E-Mail-Adresse oder Telefonnummer gehackt wurden, allerdings ist die Informationen auf der Webseite in Englisch. Um eine Anlaufstelle für deutschsprachige Nutzer zu schaffen, hat Experte.de mehr als 400 Daten-Leaks auf Deutsch übersetzt. Zudem wurde ein Tool programmiert, mit dem die Nutzer einfach überprüfen kann, ob ihre E-Mail-Adresse von einem Datenleck betroffen ist. Das Tool dazu finden Sie unter www.experte.de/email-check.

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