trend TOP 500: Österreichs größte Unternehmen 2020 [Ranking]

Das neue trend-Ranking der 500 größten Unternehmen Österreichs 2020: Angeführt von der OMV beschäftigen die Unternehmen insgesamt mehr als 1,85 Millionen Mitarbeiter. Ihre kumulierten Umsätze belaufen sich auf 497,46 Milliarden Euro.

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Das trend. TOP 500 Ranking 2021

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Die umsatzstärksten heimischen Betriebe haben für 2019 gute Zahlen gemeldet. Aber zahlreiche Unternehmen werden die Werte dieses 40. trend-Rankings, bedingt durch die Corona-Pandemie, so schnell nicht mehr erreichen.

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Samt ihren Tochtergesellschaften im In- und Ausland erwirtschafteten die 500 gelisteten Unternehmen 2019 ein Umsatzplus von 3,54 Prozent auf 497,46 Milliarden Euro. Sie beschäftigen 1.858.249 Arbeitnehmer, um 2,19 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch wenn die Dynamik im Vergleich zu 2018 bereits nachgelassen hat, so stand das Wachstum doch auf soliden Beinen: Drei Viertel der Betriebe steigerten mit einem Medianwert von 5,3 Prozent ihren Umsatz. Nur ein Viertel registrierte einen Umsatzrückgang, deren Medianwert lag bei minus 4,3 Prozent, wobei durch globale geopolitische Instabilitäten und den Kampf gegen den Klimawandel einzelne Unternehmen, etwa im Automobil- oder Rohstoffbereich, besonders betroffen waren: voestalpine (Rang 6), RHI Magnesita (Rang 29), Lenzing (Rang 45), Plansee (Rang 69), Engel KG (Rang 76) oder ZKW (Rang 79).

Auch die Umsatzgrenze, die ein Unternehmen für die TOP 500 qualifizierte, ist erneut gestiegen - und zwar um 2,95 Prozent auf 180,2 Millionen Euro.

Eine Schwelle, die 2020 jedoch mit Sicherheit wieder sinken wird. Der wochenlange Lockdown und der noch länger anhaltende Konjunktureinbruch in der heimischen und der internationalen Wirtschaft sorgen bei vielen Unternehmen für teils dramatische Umsatzrückgänge.

Schon im zweiten Quartal 2020 ging es steil bergab, und Erholung zeigt sich, wenn überhaupt, nur langsam. Fast zwei Drittel der vom trend befragten TOP-500-Betriebe fahren heuer ihre Investitionen zurück. Zwar wollen rund 80 Prozent ihre Mitarbeiter halten, ob sie das schaffen, wenn die staatlichen Hilfen wie bei der Kurzarbeit auslaufen, wird sich angesichts der trüben Konjunkturprognosen aber erst zeigen - auch wenn die Unternehmen allesamt bemüht sind, ihre Fachkräfte für bessere Zeiten weiterzubeschäftigen.

Rettungspakete wie bei der AUA können das Schlimmste vorerst verhindern, der wirtschaftliche Schaden durch die Corona-Pandemie wird aber nachhaltig und erheblich sein - für viele über das Jahr 2020 hinaus. Unter den TOP 500 trifft es etwa Österreichs Gourmetkonzern Do & Co besonders hart, ebenso Unternehmen des öffentlichen Verkehrs wie die ÖBB. Ganz zu schweigen von Tourismus und Hotellerie.

Andererseits profitieren Grundversorger wie Rewe, Spar, Hofer oder Lidl. Das gilt aber auch für Zulieferer wie den Nahrungsmittelproduzenten Agrana oder beispielsweise die Verpackungsprofis Mondi, Alpla oder Mayr-Melnhof Karton. Telekommunikationsdienstleister wie die Telekom Austria können ebenfalls auf ein stabiles Geschäft verweisen. Besonders gut schlagen sich derzeit Pharmaunternehmen wie etwa die Novartis-Gruppe Österreich mit ihrem Investitionsprogramm an den Tiroler Sandoz-Standorten Kundl (Zell- und Gentherapie, Antiinfektiva) und Schaftenau (biopharmazeutische Wirkstoffe).

Die positiven Ausnahmen können aber nichts daran ändern, dass die Zahlen für 2019 insgesamt von unserer Wirtschaft so schnell nicht mehr erreicht werden.


Das vollständige Ranking der 500 größten Unternehmen Österreichs finden Sie im Sonderheft TOP 500 , ein Extra zur trend-Ausgabe 25/2020 vom 19. Juni 2020 sowie zusammengefasst mit zahlreichen weiteren erhobenen Daten in der trend TOP-500-Tabelle (Excel-Format) im trend.shop.



Die 10 größten Unternehmen

Angeführt wird das TOP 500 Ranking im Jahr 2020 von der OMV, die damit den ersten Platz vor der Porsche Holding behaupten konnte. In den vergangenen zwei Jahren hatte diese dem Mineralöl- und Gaskonzern den Rang abgejagt.

Platz 1: OMV AG

Weiterhin an der Spitze. OMV-CEO Rainer Seele hat den Mineralölkonzern im Jahr 2018 zurück an die Spitze geführt - und diese behauptet die Spitzenposition als größtes Unternehmen des Landes. Gold

Platz 2: Porsche Holding GmbH

Tempo halten. Die Porsche Holding GmbH in Salzburg kommt im Jahr 2020 - wie im Vorjahr - auf Rang 2. Im Jahr 2018 war der größte Volkswagen-Konzernhändler noch die Nummer 1. Silber

Platz 3: Strabag SE

Hans Peter Haselsteiner

Der Bautycoon. Ob Hoch- oder Tiefbau, denkt man an Autobahnen, Brücke oder Stadien, in Österreich aber an Bautycoon Hans-Peter Haselsteiner und sein Imperium Strabag. Wie im Vorjahr Nummer 3 im Top-Ranking. Bronze.

Platz 4: Rewe International AG

Der Handelsriese. Die Marken Billa, Merkur, Penny, Adeg und Bipa sowie AGM, Sutterlütty und ein aufstrebendes Touristik-Geschäft bringen den Handelsriesen Rewe in Österreich auf Rang 4.

Platz 5: Spar Österreich

Der Sparkaufmann. Gerhard Drexel hat Spar Österreich zum zweitgrößten Handelskonzern entwickelt. Österreichweit ist das europaweit bekannte Unternehmen mit der Tanne im Logo und über 85.000 Mitarbeitern das fünftgrößte Unternehmen im Land.

Platz 6: voestalpine AG

Der Stahl- und Technologiekonzern. Mit Juli 2019 hat Herbert Eibensteiner die Leitung des Linzer Konzerns übernommen. Das Unternehmen ist top in Schuss, doch die Abhängigkeit von der deutschen Automobilindustrie sowie die internationalen Handelskonflikte haben die Linzer seit 2019 bis heute - auch beim Ergebnis - zu spüren bekommen. Dennoch zählt das Unternehmen zu den Vorzeige- und Paradeunternehmen Österreichs und der Industrie.

Platz 7: Signa Retail GmbH

Der Selfmade-Man. Der Tiroler Benko ist mit seiner Signa und der prestieträchtigen Karstadt/Kaufhof-Gruppe im zuge der Corona-Krise zwar ins Schleudern gekommen. Er spielt dennoch eine tragende Rolle in der österreichischen Wirtschaft, aber zunehmend auch in der deutschen Kaufhausbranche. Gegenüber 2018 zwei Plätze vorgerückt.

Platz 8: Borealis AG

Der Kunststoffkonzern. Im März hat sich in der Eigentümerschaft bei Borealis einiges geändert: Die OMV hat den Anteil von 36 auf 75 Porzent erhöht. Mubadala aus Abu Dhabi hatte bisher 64 Prozent der Anteile gehalten. Borealis rutscht einen Rang zurück auf Rang 8.

Platz 9: Benteler International AG

Der unbekannte Riese. Benteler ist der drittgrößte Industriekonzern Österreichs. Fragt man Otto-Normalverbraucher nach dem Namen, kann er mit dem Namen wenig anfangen. Der Zulieferer der Autoindustrie wurde in Deutschland gegründet. Patriarch Hubertus Benteler ist erst vor neun Jahren mit dem Firmensitz nach Österreich übersiedelt. Im Vorjahr auf Rang 8.

Platz 10: Mondi Group

Alles Papier, alles Verpackung - für jeden Tag, für jeden Zweck. Die Produkte von Mondi hält jeder täglich einmal in der Hand: Die Produktpalette reicht von Zeitungspapier und Verpackungen hin zu Spezialpapier für Büro und Industrie - wie im Vorjahr auf Rang10.

Die Top 20 in Zahlen
Rang Unternehmen Netto-Umsatz (in Mio. €) Mitarbeiter EBIT-Marge
1 OMV AG 23.461,00 20.127 15,3 %
2 Porsche Holding GmbH 20.200,00 31.900 -
3 Strabag SE 16.617,97 76.919 3,6 %
4 REWE International AG 15.290,00 94.764 -
5 Spar Österreich 13.063,00 85.0006 -
6 voestalpine AG 12.717,20 49.682 -0,7 %
7 Signa Retail GmbH 8.500 46.000 -
8 Borealis AG 8.102,87 6.869 5,9 %
9 Benteler International AG 7.713,00 26.987 -
10 Mondi Group 7.268,00 25.900 16,8 %
11 ÖBB 6.945,10 41.147 10,9 %
12 BMW Group Österreich 6.941,00 5.224 -
13 Andritz 6.673,90 29.519 3,6 %
14 Red Bull 6.066,70 12.736 -
15 Magna Streyr Fahrzeugtechnik AG & Co KG 5.783,81 8.138 1,5 %
16 Porr 5.570,30 19.828 1,0 %
17 Novomatic 5.100,00 30.000 -
18 Telekom Austria 4.565,17 18.344 13,5 %
19 Hofer KG 4.300,00 12.000 -
20 XXXLutz KG 3.900.00 22.500 -

Die entscheidende Maßzahl für die Reihung in der TOP 500 Liste ist dabei der Nettoumsatz aus der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Das heißt zum Beispiel ohne Mineralölsteuer oder - bei Speditionen - ohne Zolldurchgangsposten. Bei Bauunternehmen zählt die Bauleistung (entspricht dem Geschäftsvolumen als Summe von Aufträgen und den Anteilen an Arbeitsgemeinschaften).

Die 500 Ränge repräsentieren Unternehmen, die als Einzelfirma bzw. als Gruppenunternehmen mit konsolidierten oder nicht konsolidierten Zahlen angeführt sind. Tochtergesellschaften werden kursiv und auf ihren fiktiven Platz gesetzt (in Klammer), ebenso jene Unternehmen mit ihrem Außenumsatz, die als Einkaufs- und Dienstleistungsgesellschaft für ihre Mitglieder tätig sind.

Die Untergrenze, ab der ein Unternehmen nun zu den TOP 500 zählt ist weiter angestiegen - und zwar um 4,2 Millionen Euro - und liegt nun bei einem Jahresumsatz von 175 Millionen Euro.

Neben dem Netto-Umsatz, der Mitarbeiterzahlen und der EBIT-Marge hat der trend in einem aufwändigen und über viele Jahre entwickelten Erhebungsverfahren auch zahlreiche weitere Werte erhoben.

Falls das Geschäftsjahr vom Kalenderjahr abweicht, ist die entsprechende Information neben dem Firmenwortlaut verzeichnet - es kann also bei einem "schrägen Geschäftsjahr" das Endergebnis noch per 31.3.2020 ausgewiesen werden.

Die Ebit-Marge (Ebit = Betriebsergebnis laut Gewinn- und Verlust-Rechnung) informiert über die Ertragskraft des Unternehmens.

Sämtliche Angaben wurden von uns sorgfältig mittels Fragebogen direkt bei den Unternehmen erhoben oder mit Hilfe eigener Recherche ermittelt. In manchen Fällen erfolgte die Erhebung mit Unterstützung der KSV1870 Information GmbH.

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