Tesla-Chef Musk verkauft Mond-Trip für zwei Barzahler

Das Interesse privater Weltraumfahrer ist nach Angaben von SpaceX-Chef Elon Musk groß. Zwei Weltraumtouristen haben nach großzügiger Anzahlung nun ihr Ticket sicher. 2018 soll es die Rakete in Richtung Mond starten, der Mars steht später auf dem Fahrplan.

Tesla-Chef Musk verkauft Mond-Trip für zwei Barzahler

Ab 2018 geht's in Richtung Mond. SpaceX-Chef Musk bekommt Schub von der NASA.

Miami. Dass Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk zwei Barzahlern den Trip in Richtung Mond ermöglichen wird, war bereits bekannt. Viel spannender ist jedoch die Frage, wer nun dorthin fliegt. Gerüchte zufolge sollen zwei Promis angeblich mit dem SpaceX-Shuttle ins All fliegen. Namen wurden allerdings nicht nicht genannt.

Und der Pionier für Elektroautos und private Weltraumfahrt, Elon Musk, hat es auch noch nicht verraten, welche zwei Personen den Zuschlag bekommen haben. zwei Privatpersonen hätten SpaceX wegen des Weltraumtrips angesprochen. Laut Musk haben die ersten beiden Weltraumtouristen bereits eine "beträchtliche" Anzahlung geleistet und somit für die Reise zum Mond im Jahr 2018 das Ticket gelöst. Gesundheitstests und Flugtraining würden im Laufe dieses Jahres beginnen., erklärte Elon Musk, CEO von Tesla und SpaceX.

Zuvor müssen Trägerrakete und Raumkapsel aber erst noch einen Test bestehen. In der zweiten Jahreshälfte soll der Test vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral ins All starten.

Das große Interesse

Die Gesundheitstests und das Flugtraining für die beiden Weltraumtouristen würden im Laufe dieses Jahres beginnen. Musk kündigte dazu weitere Informationen an. Es gebe außerdem weitere Teams, die ihr "großes Interesse" an einer Weltraumreise bekundet hätten und es würden "weitere folgen".

SpaceX-Chef Musk hat via Twitter angekündigt, dass die US-Raumfahrtbehörde als Co-Partner seine Weltraummission unterstützen wird.

Die Weltraumtouristen sollen an Bord einer "Dragon"-Raumkapsel des Unternehmens ins All fliegen. Bisher werden mit "Dragon"-Kapseln Nahrungsmittel, Ausrüstung und Treibstoff zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht. Der erste Test der "Dragon"-Kapsel für bemannte Missionen steht allerdings noch aus.

Testflug im Sommer

Auch die Falcon Heavy-Rakete, die als Trägersystem dienen soll, muss ihren ersten Testflug in diesem Sommer noch absolvieren. In der Vergangenheit hatte SpaceX neben Erfolgen in der Raumfahrt auch immer wieder Rückschläge verbucht wie den Verlust einer Falcon-9-Rakete samt Raumkapsel "Dragon" im Juni 2015.

Laut Musk ist die Dragon Heavy-Rakete die leistungsstärkste Rakete seit der Saturn V, die zur Familie der Saturn-Raketen gehört, die im Rahmen des Apollo-Mondprogramms der US-Raumfahrtbehörde Nasa entwickelt wurden. Saturn-Raketen zählen zu den leistungsstärksten Trägersystemen der Raumfahrt. Die bisher letzten Apollo-Missionen unternahm die Nasa in den 70er-Jahren.


Die spektakulären Projekte von Elon Musk


Der 45jährie Musk stammt ursprünglich aus Südafrika. Er ist durch seine hochambitionierten Projekte zu einem Guru der High-Tech-Welt geworden. Seine Tesla-Elektroautos gehören zu den innovativsten Fahrzeugen weltweit. Mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX, das Raketen zu wiederverwertbaren und somit erschwinglichen Transportmitteln machen will, will der 45-Jährige eine kostengünstige Alternative zu staatlichen Raumfahrtprogrammen bieten.

Die Mars-Vision

Doch Musks Pläne reichen noch weiter. Im September kündigte er an, dass er ab 2024 etwa hundert Menschen zum Mars schicken wolle, um den Roten Planeten zu besiedeln. Eine unbemannte "Dragon"-Kapsel soll bereits 2018 zum Mars starten.

Das Unternehmen Blue Origin, das vom Amazon-Chef Jeff Bezos gegründet wurde, hatte etwa zur gleichen Zeit angekündigt, eine neue Rakete namens "New Glenn" zu bauen, die Menschen ins All bringen werde. Bis zu einer Mars-Mission würden aber noch Jahrzehnte vergehen, erklärte Bezos damals.

Im Weltraumtourismus hat sich bereits Virgin Galactic des britischen Milliardärs Richard Branson positioniert. Das Unternehmen will zahlungskräftige Kunden ins All fliegen und die Erde aus rund hundert Kilometern Entfernung besichtigen lassen. Trotz des Preises von 250.000 Dollar (236.000 Euro) haben sich bereits mehr als 600 Menschen auf der Warteliste eingetragen, darunter Prominente wie die US-Schauspieler Leonardo DiCaprio und Ashton Kutcher.

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