Aus nach 20 Jahren: auch tele.ring wird Magenta

Zwei Jahrzehnte nach dem Vergabe der vierten Mobilfunklizenz an tele.ring verschwindet die österreichische Mobilfunkmarke wieder. Mit Stichtag 23. März 2020 geht tele.ring in der Marke Magenta auf.

Aus nach 20 Jahren: auch tele.ring wird Magenta

Da schau her: tele.ring wird Magenta

Mai 1999. In Österreich regiert Bundeskanzler Viktor Klima, in den USA Bill Clinton und in Russland Boris Jelzin. In Österreich wird noch in Schillingen bezahlt und gerechnet, als die vierte bundesweite Mobilfunklizenz vergeben wird. Erfolgreicher Gewinner der Frequenzvergabe ist das zwei Jahre zuvor von Verbund, den ÖBB und der Grazer Stadtwerkeholding gegründete Unternehmen tele.ring, an dem sich davor noch der deutsche Mannesmann-Konzern beteiligt hatte.

1,35 Milliarden Schilling - knapp 100 Millionen Euro - blätterten die Eigentümer, die zuvor schon eine Konzession für den Festnetzbereich erworben hatten, für die Lizenz zum Funken hin. Ende Mai 2000 ging tele.ring schließlich an den Start und positionierte sich von Beginn an als Preisbrecher, schenkte den Kunden die Grundgebühr und ermöglichte sogar Wertkarten-Kunden stundenlange Gratistelefonate. Dank seiner aggressiven Preispolitik mit netzinternen Telefonaten um 1 Cent pro Minute und eingängigen Slogans wie "Weg mit dem Speck" gelang es dem Anbieter, einen Marktanteil von knapp 12 Prozent zu erlangen, ehe das Unternehmen im August 2005 von T-Mobile übernommen wurde. 1,3 Milliarden Euro - 13 Mal so viel wie wenige Jahre zuvor die Mobilfunklizenz gekostet hatte oder rund 1.300 Euro pro Bestandskunden - legte T-Mobile dafür auf den Tisch.

Ein Haus, eine Marke

15 Jahre lang wurde tele.ring als Zweitmarke weitergeführt, doch nun ist damit Schluss. Nach dem großen Rebranding der Dachmarke T-Mobile im Jahr 2019, die nun als Magenta firmiert, geht mit Stichtag 23. März auch tele.ring in der Magenta-Welt auf.

Für die Kunden, die "Schlauberger", die noch zu Weihnachten mit "Ferien auf Tarifa" umworben wurden, soll sich vorerst einmal wenig ändern. Der Markenwechsel wird für sie beinahe unbemerkt erfolgen - abgesehen von der Netzbetreiber-Kennzeichnung am Smartphone. Der sehr preis-sensitiven Zielgruppe der früheren tele.ring-Kunden wird man mit Hi!Magenta neue, günstige Tarife anbieten. "Kunden, die Internet und Mobilfunk kombinieren, erhalten Preisnachlässe, zusätzliches Datenvolumen und weitere Vorteile“, erklärt Jan Willem Stapel, Geschäftsführer für Privatkunden bei Magenta Telekom.

Im Hintergrund der Markenzusammenlegung stehen freilich hauptsächlich wirtschaftliche Interessen. "Wir bauen auf vorangegangene Erfolge auf", erklärt Stapel. Das Produktportfolio des Unternehmens wird dadurch einheitlich. Magenta kann seine Produktgestaltung, Kombi-Welt und Werbung fokussiert ausbauen und zu einer noch breiteren und stärkeren Marke heranwachsen. Stapel: "Als konvergenter Anbieter ist es unser Ziel Entertainment, Festnetz, Breitband und Smartphones aus einer Hand anzubieten. Ein einheitliches Markendach hilft uns dabei".

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