T-Mobile Austria verzeichnet massiven Gewinnanstieg

T-Mobile Austria verzeichnet massiven Gewinnanstieg

T-Mobile hebt ab

Dem zweitgrößten Mobilfunkanbieter Österreichs geht es blendend. Um satte 183 Prozent konnte die Deutsche-Telekom-Tochter im ersten Quartal den operativen Gewinn steigern.

Wien/Bonn Das Jammern bei den österreichischen Mobilfunkanbietern dürfte ein Ende haben. Mobilfunk in Österreich wirft wieder kräftige Renditen ab - zumindest bei T-Mobile Austria, der Österreich-Tochter der Deutschen Telekom. Der zweitgrößte Mobilfunkanbieter Österreichs hat im ersten Quartal 2015 seine Ertragslage massiv verbessert. Der um Restrukturierungskosten bereinigte operative Gewinn (Ebit) stieg im Jahresvergleich von 12 auf 32 Mio. Euro - das sit eine Steigerung um 183 Prozent (!). Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte von 44 auf 65 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

T-Mobile führt die Verbesserungen auf weitere Effizienzsteigerungen und gesenkte Kosten zurück. Auch unbereinigt fielen die Ergebniszahlen besser aus: Hier stieg das Ebit von 10 auf 28 Mio. Euro (180 Prozent plus) und das Ebitda von 44 auf 60 Mio. Euro (+36 Prozent). Im Jahr 2014 hat T-Mobile unterm Strich einen Gewinn geschrieben, auch im ersten Quartal 2015 sei man nach Steuern positiv gewesen, sagte ein Sprecher zur APA. Genaue Zahlen gibt die Deutsche-Telekom-Tochter aber nicht bekannt. 2013 hatte es wegen der teuren Frequenzauktion einen Buchverlust gegeben.

"Erfreulich ist, dass es nunmehr erstmals gelungen ist, aufgrund der enorm steigenden Datennachfrage ein leichtes Umsatzplus zu erzielen", sagte T-Mobile-Chef Andreas Bierwirth. Der Umsatz stieg um rund drei Prozent auf 197 Mio. Euro.

T-Mobile hält laut Telekom-Monitor der Regulierungsbehörde RTR zum 3. Quartal 2014 bei einem Marktanteil von 30,6 Prozent Rang zwei. Gegenüber dem Vorjahresquartal hat T-Mobile 0,5 Prozentpunkte eingebüßt. Marktführer Telekom Austria bringt es auf 40 Prozent (-0,1 Prozent). Drei hat auf 27,4 Marktanteil (+0,6 Prozentpunkte) zugelegt.

Die Folgen der Orange-Übernahme

Die heimische Telekombranche kämpfte bis zum Beginn des Jahres 2014 über gut zehn Jahre mit rückläufigen Umsätzen. Mit Jahresbeginn 2014 verzeichnet die Branche wieder Umsatzzuwächse. Die Preise für Mobilfunkangebote wurden von allen Betreibern erhöht. Davor haben sich die Netzanbieter permanent über Jahre hinweg über Regulierungsvorschriften und hohe Auktionsgebühren beschwert. Gleichzeitig haben die Netzbetreiber in Österreich sich einen permanenten Preiswettbewerb geliefert, der die Renditen schmelzen ließen. Und somit die Probleme am österreichischen Markt selbst gemacht.

Eine Wende und sogenannte Marktkonsolidierung - in weiterer Folge mit Preissteigerungen - brachte der Übernahmedeal von Hutchison Drei Austria (Drei), das Orange Austria für rund 1,3 Milliarden Euro mit Jahresbeginn 2013 übernommen hatte. Drei musste als Auflage seinen Low-Cost-Anbieter Yesss (damals Partner von Hofer) an die Telekom Austria verkaufen. Nach vier Netzbetreibern gibt es seit Mitte 2013 mit der Telekom Austria, T-Mobile und Drei nur noch drei Netzbetreiber. Orange ist seit August 2013 Geschichte und wurde von Drei als Marke entfernt. Die EU hatte im Nachhinein zugegeben, dass das erwünschte Ziel mit der Aufrechterhaltung des Wettbewerbs zugunsten des Konsumenten nicht erreicht wurde. Steigende Preise hatte die EU nicht erwartet.

Derzeit laufen noch Ermittlungen der Wettbewerbsbehörde zu den Preiserhöhungen.

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