Stromnetzkosten steigen wegen E-Mobilität und PV-Ausbau

Um 15 Prozent oder 50 Euro pro Haushalt, würde Hälfte der Kosten auf Kunden überwälzt. Die Integration der 2 Millionen neuen Photovoltaik-Anlagen sei eine "Herausforderung". Belohnung für netzdienliches Verhalten.

Stromnetzkosten steigen wegen E-Mobilität und PV-Ausbau

Für den anstehenden Ausbau von Elektromobilität und Photovoltaik (PV) müssen die Stromnetze gewappnet werden - und das kostet viel Geld. Bis zum Jahr 2030 hätte die E-Wirtschaft ohne Smart Meter oder Instandhaltungen gut 10 Milliarden Euro ausgeben wollen, vor allem fürs E-Auto-Tanken und den PV-Strom dürften es um 8 Milliarden Euro mehr werden. Würde nur die Hälfte davon auf die Stromkunden überwälzt, müssten diese im Schnitt 15 Prozent oder 50 Euro pro Haushalt jährlich mehr zahlen.

Diese Beispielrechnung geht davon aus, dass bis zum Jahr 2030 die E-Auto-Durchdringung bei 30 Prozent liegt und die Photovoltaik gegenüber dem jetzigen Stand auf das Achtfache ausgebaut wird, sagte Franz Strempfl, der Spartensprecher Netze des E-Wirtschafts-Verbandes Oesterreichs Energie.

PV-Anlagen als Knackpunkt

Die Einbindung von Wind- und Wasserkraftanlagen sei nicht das Problem, das sei gut planbar - die Herausforderung bestehe darin, die unzähligen kleinen PV-Anlagen ins Netz zu bekommen, sagte der Spartensprecher.

Das Ziel der Regierung, dass sich Österreich zur Gänze mit Erneuerbarem-Strom versorgt, erfordere die Errichtung von zwei Millionen PV-Anlagen, 1.200 neuen Windrädern und fünf Wasserkraftwerken von der Größe der Anlage Wien-Freudenau. Dennoch solle der Strom weiterhin leistbar und sicher aus der Steckdose kommen.

"Bei PV sollte der Eigenverbrauchsanteil möglichst hoch sein und der Rückfluss auf maximal 70 Prozent der Leistung der eigenen Anlage limitiert werden", so der Geschäftsführer der Energienetze Steiermark. Allein dieser eine Punkt könnte dafür sorgen, dass 18 Prozent der Netzreserven erhalten werden.

Reform der Stromnetztarife

Indessen schreitet die Einführung der neuen Stromnetztarife, die auch bei den Haushalten stärker als bisher auf die Leistung abzielen, voran. Durchschnittliche Haushalte sollen dadurch weniger belastet werden.

Derzeit machen die Netzkosten bei einem durchschnittlichen Haushalt rund ein Drittel der Gesamtrechnung aus, der Rest entfällt auf den reinen Energiepreis sowie Steuern und Abgaben. Insgesamt liegen die Netzkosten bei rund 2,3 Mrd. Euro im Jahr.

Bei den neuen Netztarifen profitieren jene, die gleichmäßig Strom beziehen. Mehr zahlen würden jene, die rasch viel beziehen, etwa durch das Schnellladen eines E-Autos oder die Inbetriebnahme einer Sauna. Auch die Tarife für Haushaltskunden bekommen nun eine Leistungskomponente wie die andere gemessene Kunden etwa aus der Industrie bereits haben. Bis zu 8 Kilowatt werde man wohl entlastet. Die Stromrechnung soll mit den neuen Netztarifen jedenfalls einfacher werden.

Für das Inkrafttreten der Tarifierung, sind nun gesetzliche Bestimmungen erforderlich. Die Regulierungskommission muss entscheiden, ob man darauf wartet, dass der Einbau der digitalen Stromzähler österreichweit erfolgt ist, oder ob einzelne Bundesländer mit der Tarifreform starten können.

Erste-Chef Spalt verlängert seinen Vertrag nicht

Erste-Chef Spalt verlängert seinen Vertrag nicht

Bernd Spalt, CEO der Erste Group, hat erklärt, dass er seinen bis Ende …

Energiemanagement: schlechte Noten für die Politik [Umfrage]

trend-Umfrage: Die Österreicher sind unzufrieden mit ihren …

Interview. ORS gestaltet Next Generation Broadcast.

Interview. ORS gestaltet Next Generation Broadcast.

Michael Wagenhofer, Geschäftsführer der ORS Group, im Gespräch.

Die damalige Bundesministerin Elisabeth Köstinger und Johann Mika, CIO der ORS, testeten auf dem Mobile World Congress 2022 in Barcelona die ersten 5G-Broadcast-fähigen Smartphones.

TV, Radio & Streaming. Die ORS versorgt das ganze Land.

430 Sender. Dienstleister für Rundfunkübertragung in ganz Österreich.