StreetScooter: Deutsche Post mischt bei Elektro-Mobilität mit

Die Deutsche Post mit dem Start-up StreetScooter einen speziell für Zustelldienste im städtischen Raum entwickelten Elektro-Transporter eingekauft. Bislang war die Produktion auf den Eigenbedarf ausgelegt. Nun werden die Kapazitäten verdoppelt. Der StreetScooter soll auch an Dritte verkauft werden.

Produktion des StreetScooterWork, des Elektro-Transporters der Deutschen Post.

Produktion des StreetScooterWork, des Elektro-Transporters der Deutschen Post.

Die Deutsche Post macht auf Grün. Vor wenigen Wochen hatte der Konzern, zu dem auch DHL gehört, angekündigt, bis 2050 alle logistikbezogenen Emissionen netto auf null zu reduzieren. Ein Meilenstein auf dem Weg dahin ist der StreetScooter, ein speziell auf die Bedürfnisse des Post-Konzerns maßgeschneiderter Elektro-Transporter. Der Post-Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, sämtliche seiner 70.000 Fahrzeuge durch die E-Transporter zu ersetzen und hat konsequenterweise das in Aachen ansässige Start-up StreetScooter, das den Transporter entwickelt hat, übernommen.

Nun geht der Post-Konzern einen Schritt weiter. Angesichts des Interesses an dem Transporter wird ein weiterer Produktionsstandort in Nordrhein-Westfalen in Betrieb genommen und somit die Produktionskapazität bis Jahresende von jährlich 10.000 Stück auf 20.000 Stück verdoppelt. Die StreetScooter sollen in der Folge nicht mehr ausschließlich für den Eigenbedarf produziert werden, sondern auch an Dritte verkauft werden. Mindestens die Hälfte der diesjährigen Jahresproduktion ist dabei für externe Interessenten vorgesehen. Die Interessenten sieht der Post-Konzern vor allem bei Kommunen, strategischen Partnern und großen Flottenkunden im In- und europäischen Ausland. Auch die Österreichische Post hat bereits Interesse an dem Transporter signalisiert. Die eigene StreetScooter-Flotte in der Brief- und Paketzustellung will der Post-Konzern im Jahr 2017 von derzeit rund 2.500 Fahrzeugen mindestens verdoppeln.

Die Jahresproduktion der StreetScooter-Modelle wird sich in etwa zu gleichen Teilen auf die Modelle Work (mit rund 4 m3 Ladevolumen) und "Work L" (mit rund 8 m3 Ladevolumen) verteilen. Die Preise für den StreetScooter Work beginnen ab 32.000 Euro (für die Basisvariante "Work Pure"). Der nächste, noch größere Transporter mit ca. 20 m3 Ladevolumen ("Work XL") wird voraussichtlich Anfang 2018 auf den Markt kommen. Auch die E-Bikes von StreetScooter ("Work S") und E-Trikes ("Work M") werden nun auch Dritten angeboten.

Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher

Arbeits- und Wirtschaftsminister Kocher: "Kein Grund für Panik"

Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher über die Energiekrise und …

Hohe Energiekosten: Gratisstrom für alle scheint eine gangbare Lösung zur Eindämmung zu sein.

Gratis-Strom: eine "überlegene Handlungsoption"

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) hat seinen Vorschlag für ein …

Erste Group CEO Willibald Cernko

Erste Group CEO Willibald Cernko: "Wir sollten uns nicht so fürchten"

Der neue Erste-Group-Chef Willibald Cernko im trend. INTERVIEW über …

Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich.

Martin Selmayr: „Der Rubel ist auf der Intensivstation“

Martin Selmayr, Leiter der EU-Kommissions-Niederlassung in Österreich, im …