Strabag halbiert Verlust - Aktie ist heuer ein Gewinner

Der Baukonzern Strabag hat im ersten Halbjahr 2016 seinen Verlust praktisch halbiert, der Umsatz ging jedoch ebenfalls zurück. An der Börse Wien gehört die Aktie heuer zu den Gewinnern.

Strabag halbiert Verlust - Aktie ist heuer ein Gewinner

Der börsennotierte Baukonzern Strabag SE hat im ersten Halbjahr 2016 seinen Verlust praktisch halbiert. Nach Ertragsteuern blieb ein Ergebnis von -32,97 Mio. Euro nach -61,47 Mio. im Vorjahr. Der konsolidierte Konzernumsatz sank ebenso wie die Leistung um 8 Prozent auf 5,312 Mrd. Euro.

In den ersten sechs Monaten wurde eine Leistung in Höhe von 5,677 Mrd. Euro erbracht, nach 6,205 Milliarden Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Rückläufig war die Leistung u.a. in Deutschland, in Ungarn und in der Region Russland und Nachbarstaaten. Der Umsatz ging von 5,745 auf 5,312 Milliarden Euro zurück.

Per Ende Juni 2016 lag der Auftragsbestand mit 15,413 Mrd. Euro um 4 Prozent höher als im ersten Halbjahr des Vorjahres (14,841 Milliarden Euro). Besonders in Deutschland konnte die Strabag bei Aufträgen punkten und den Bestand um etwa ein Viertel steigern, während sie in Osteuropa Rückgänge verzeichnete.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich im ersten Halbjahr 2016 um mehr als ein Viertel (27 Prozent) auf 156,76 Mio. Euro. Dies führt der Baukonzern u. a. auf den Entfall von Belastungen aus Großprojekten und dem Flächengeschäft in Südosteuropa zurück. Dabei sei auch ein Ertrag aus dem Verkauf einer Beteiligung in Zusammenhang mit dem Erwerb der Minderheitsanteile an der Tochter Ed. Züblin AG enthalten, der nicht dem operativen Geschäft zugerechnet werden könne.

Die Eigenkapitalquote sank von 31,0 Prozent per 31.12.2015 auf 29,6 Prozent. Zum selben Zeitpunkt des Vorjahrs war eine Eigenkapitalquote von 29,1 Prozent berichtet worden.

Die Mitarbeiteranzahl nahm um 4 Prozent auf 70.221 Personen ab.

Im Ausblick für das Gesamtjahr rechnet der Strabag-Vorstand mit einer etwas geringeren Leistung. Für die Folgejahre wird von einem organischen Wachstum etwa in Höhe der Inflation ausgegangen. An der Zielvorgabe, ab 2016 nachhaltig eine EBIT-Marge (EBIT/Umsatz) von 3 Prozent zu erreichen, wird festgehalten.

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Aktie ist heuer drittbester Wert im ATX Prime

Die Aktie der Strabag (AT000000STR1) notierte am Mittwoch um 10 Uhr 0,70 Prozent im Plus bei 28,90 Euro. Im laufenden Jahr beläuft sich das Plus auf 22.59 Prozent, wodurch die Aktie nach Lenzing (plus 51,29 Prozent) und RHI (plus 26,70 Prozent) seit Jahresbeginn das drittbeste Papier im ATX Prime ist - ihr 52-Wochen-Hoch erlebte die Strabag-Aktie erst vor ein paar Tagen, am 19.8., bei einem Wert von 28,89 Euro. Die Marktkapitalisierung der Strabag beläuft sich auf 3,27 Milliarden Euro.

Entwicklung der Stabag-Aktie (blau) im Vergleich zum ATX (rot) seit Jahresbeginn.

SERGEI GURIEV, ÖKONOM

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Zu den Personen:
Caroline Palfy (r.) ist neue Geschäftsführerin in der Handler Holding GmbH und verantwortet den Bereich Sustainable-Strategie. Das Familienunternehmen HANDLER ist Spezialist für hochwertige Bau- und Immobilienprojekte in Österreich.
Marieluise Krimmel ist Partnerin bei Deloitte in Wien im Bereich Audit & Assurance und ist in der Prüfung und Beratung tätig. Ihre Branchenschwerpunkte liegen neben der Industrie in der Immobilien- und der Bauwirtschaft.

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