Steueroase Europa

Steueroase Europa

Dank des chaotischen Steuerdschungels der EU sparen Konzerne Milliarden Euro an Steuern. Die EU-Kommission will das verhindern, droht aber neuerlich an der eigenen Inkonsequenz zu scheitern.

Starbucks und Kollegen sind wieder sicher. Die öffentliche Empörung über multinationale Konzerne mit dem Steueraufkommen eines Tante-Emma-Ladens ist weitgehend verschwunden, verdrängt von Asylkrise und Griechenland-Bankrott.

Noch vor wenigen Monaten war das anders: Die Luxemburg-Leaks hatten gerade eine Reihe von geheimen Steuerdeals publik gemacht, fast täglich folgten weitere Enthüllungen über Spartricks der Großkonzerne. Skurriler Höhepunkt war die "Starbucket Challenge“, bei der sich Menschen ein Getränk der Kaffeehauskette Starbucks ins Genick kippten, um gegen deren besonders dreiste Steuervermeidungskonstruktion zu protestieren.

Im Mittelpunkt der Aufregung stand ausgerechnet Jean-Claude Juncker. Der EU-Kommissionspräsident hatte einige der geleakten Steuerdeals in seiner Zeit als Premierminister von Luxemburg mitverantwortet.

Nun hat die Kommission die Vorschläge in einem "Tax-Action-Plan“ konkretisiert.

Wende. Statt Unternehmen mit Steuerdeals nach Luxemburg zu locken, muss EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker nun die internationale Steuervermeidung bekämpfen.

=> Lesen Sie den ganzen Artikel im FORMAT Nr. 28/2015
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