Stefan Pierer: Harley-Davidson im Niedergang

Harley-Davidson-Treffen in China

Hoffnungsmarkt Kinder? Für KTM-Chef Stefan Pierer sind die erlösbaren Umsätze bloß Peanuts.

Der US-Kulthersteller Harley Davidson übernimmt mit StaCyc das Unternehmen eines Ex-KTM-Mitarbeiters in Nordamerika. Für KTM-Chef Stefan Pierer eine Verzweiflungstat eines im unumkehrbaren Niedergang befindlichen Unternehmens.

Als „verzweifelten Versuch einer untergehenden Marke, Schlagzeilen zu machen“ bewertet KTM-Chef Stefan Pierer die jüngste Ankündigung von Harley-Davidson. Der legendäre US-­Motorradhersteller hat einen Hersteller von E-Motorrädern für Kinder, StaCyc, gekauft. Gegründet wurde das Bike-Start-up von einem ehemaligen Entwickler der amerikanischen KTM-Tochter, Ryan Ragland.

Für Pierer sind die StaCyc-Produkte „eher Laufräder“, die damit erzielbaren Erlöse „Peanuts“. Er ist mit KTM und seiner Zweitmarke Husqvarna laut eigenen Angaben seit fünf Jahren mit Produkten in dieser Nische aktiv, in der er dieses Jahr rund 5.000 Stück absetzen werde. Interessant sei das Thema wegen früher Markenbindung, Niedrigvolt und Garten- tauglichkeit aber allemal. Führend im E-Kindermotorcycle-Segment ist der britische Hersteller Oset.

KTM hat 2018 mit 260.000 verkauften Motorrädern erstmals Harley-Davidson überholt, die 228.000 absetzten. Die Kultmarke aus Milwaukee, die wegen ihrer Investitionspolitik scharf von US-Präsident Donald Trump gerügt wurde, sieht Pierer weiter im Niedergang: „Mir fällt auch nichts ein, wie man das noch umdrehen könnte.“

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