Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen kitzVenture ein

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat ihre Ermittlungen wegen Betrug und Sachwucher das Unternehmen kitzVenture und Geschäftsführer Patrick Landrock eingestellt.

kitzVenture Geschäftsführer Patrick Landrock

kitzVenture Geschäftsführer Patrick Landrock

Im Frühjahr 2020 hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck gegen das Kitzbüheler Unternehmen kitzVenture ein Verfahren wegen Betrug und Sachwucher eingeleitet. Der kitzVenture GmbH wurde vorgeworfen, beim Ausbruch der Corona-Pandemie Masken, Desinfektionsmittel und sonstige Schutzausrüstung zu überhöhten Preisen verkauft zu haben.

Nun wurden die Ermittlungen eingestellt. Es besteht der Staatsanwaltschaft zufolgekein tatsächlicher Grund zur weiteren Verfolgung.

Geschäftsführer Patrick Landrock erklärt, dass die kitzVenture GmbH ein Projekt für Masken und Schutzausrüstung ausgerollt habe, welches in der Folge sich zu einem der führenden Anbieter im deutschsprachigen Raum entwickelt habe. Zu den Kunden gehörten Klinikbetreiber, Blaulichtorganisationen, Städte, Gemeinden und internationalen Großkonzerne wie auch Privatkunden. Mehr als sieben Millionen Masken, Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung wurden geliefert.

"Die Anfangszeit war denkbar schwierig", so Patrick Landrock, "zum einen hatten wir mit den Grenzschließungen sowie den strengen Quarantäne-Bestimmungen in Tirol und damit an unserem Firmenstandort Kitzbühel zu kämpfen, zum anderen gab es harte Bandagen von Dritten, die unseren Markteintritt bekämpft haben. Dazu sahen wir uns durch eine anonyme Anzeige diesem Ermittlungsverfahren ausgesetzt." Man habe sich aber nicht beirren lassen und damit überzeugt, dass Masken in großer Stückzahl geliefert werden konnten. Und vor allem in der versprochenen Qualität

Geprüfte P0rodukte

"Unsere Produkte waren alle CE-geprüft und entsprachen den jeweiligen DIN EN-Normen", betont Landrock. Zusätzliche Prüfungen gab es vom deutschen TÜV und DEKRA sowie vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen in Wien, dass die Produkte ebenfalls für gut befunden hat. Das Projekt wurde bekanntlich später durch die kitzVenture GmbH im Rahmen eines Millionen-Exits an einen Wettbewerber verkauft!

Im Rahmen des Ermittlungsverfahren wurden Produkte aus dem Sortiment Produkte an die Ermittlungsbehörden übergeben, Stellungnahmen abgegeben und Unterlagen ausgehändigt. Die damals hohen Preise erklärt Landrock mit den hohen Luftfrachtkosten, die sich auf den Endkundenpreis niedergeschlagen haben.

Auch im Ermittlungsverfahren rund um den Themenkomplex, Start-up-Investments der kitzVenture GmbH im Jahr 2016 sieht sich Landrock zu Unrecht an den Pranger gestellt und kämpft weiter für Freisprüche in der Causa. Zur Zeit ist vor dem Landesgericht Innsbruck ein umfangreicher Schadensersatzprozess der kitzVenture GmbH gegen die Kanzlei Greiter, Pegger, Kofler & Partner anhängig. kitzVenture fordert wegen des von der Kanzlei erstellten Kapitalmarktprospekts, der in der Folge von der Finanzmarktaufsicht FMA kassiert wurde, eine Schadenersatzzahlung von 557.840,51 Euro nebst Zinsen und Prozesskosten."

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