trend exklusiv: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen nach Alpine-Pleite ein

trend exklusiv: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen nach Alpine-Pleite ein

Bei der Alpine-Pleite im Jahr 2013 wurden 8.000 Anleger um rund 290 Millionen Euro geschädigt. Nun wurden die Ermittlungen gegen Top-Manager des Baukonzerns, darunter dem kürzlich zum ÖBB-Aufsichtsratschef ernannten Arnold Schiefer, eingestellt.

Laut trend vorliegenden Informationen hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ihre Ermittlungen zur Causa Alpine nach nunmehr fünf Jahren eingestellt.

Insgesamt gab es 40 Beschuldigte, darunter auch ehemalige Geschäftsführer des insolventen Baukonzerns wie Johannes Dotter und Arnold Schiefer, der erst kürzlich zum Aufsichtsratsvorsitzenden der ÖBB ernannt wurde und als Vertrauter von FP-Chef Heinz-Christian Strache gilt. Aber auch Unternehmen wie Abschlussprüfer Deloitte wurden als Beschuldigte geführt.

Die Ermittlungen drehten sich zuletzt um die Frage, wann die Schieflage des Unternehmens erkennbar war und ob die Insolvenz womöglich verschleppt wurde.

Ermittelt wurde deswegen wegen Untreue, Bilanzfälschung, Betrug und betrügerischer Krida. Bei der Alpine-Pleite im Jahr 2013 wurden rund 8.000 Anleger um 290 Millionen Euro geschädigt. Ausschlaggebend für die Einstellung dürfte das Gutachten des Sachverständigen Gerd Konezny gewesen sein, das zum Schluss kam, dass die Zahlungsunfähigkeit der Alpine erst im Juni erkennbar war.

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