Spritpreise treiben Inflation an, Heizölkosten explodieren

Spritpreise treiben Inflation an, Heizölkosten explodieren

Tankstopps sind wieder deutlich teurer als im Vorjahr. Die Preiserhöhungen bei Heizöl, Diesel und Superbenzin treiben die Inflation an.

Die Inflationsrate in Österreich ist im Juli auf 2,1 Prozent gestiegen. Vor allem die Treibstoffpreise sind deutlich gestiegen. Sie waren im Juli um 14,8 Prozent höher als im Vorjahr. Sehr starke Preissteigerungen gab es bei Heizöl.

Die Inflationsrate ist in Österreich im Juli 2018 auf 2,1 Prozent gestiegen, nach 2,0 Prozent im Juni. Hauptverantwortlich für die Teuerung waren die im Jahresabstand deutlich gestiegenen Treibstoffpreise. Bei Heizöl gab es gegenüber dem Vorjahr eine sehr starke Preissteigerung von 25,9 Prozent, bei Diesel um 16,7 Prozent und bei Superbenzin um 12,3 Prozent.

Bislang hatte der sehr starke Preisanstieg beim Heizöl noch kaum Auswirkungen auf die Geldbörsen der Österreicher, wenn aber der Sommer zu Ende geht, die Haushalte beginnen ihre Tanks für die Heizsaison des nächsten Winters zu befüllen und sich die Tendenz nicht ändert, dann werden sie deutlich tiefer in die Geldbörse greifen müssen als im Vorjahr.

Der Fachverband der Mineralölindustrie versucht angesichts der gestiegenen Treibstoffpreise zu beschwichtigen und erinnerte daran, dass die Preise in den vergangenen Jahren deutlich geschwankt sind. Die Kraftstoffpreise hätten die Inflation in den vergangenen zehn Jahren "nicht nur in die steigende Richtung mitbeeinflusst, sondern monate-, wenn nicht jahrelang maßgeblich zur Inflationsdämpfung beigetragen", erklärte Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbandes der Mineralölindustrie.

Inflation und Mikrowarenkorb, Juli 2018

Inflation und Mikrowarenkorb, Juli 2018

Die gestiegenen Treibstoffpreise haben in den von der Statistik Austria errechneten Mikro- und Miniwarenkörben, die Produkte des täglichen bzw. wöchentlichen Einkaufs beinhalten, eine deutlich stärkere Teuerung verursacht als die allgemeine Inflationsrate vermuten ließe. Der wöchentliche Einkauf (Miniwarenkorb) verteuerte sich vor allem wegen der gestiegenen Spritpreise im Jahresvergleich um merkliche 5,5 Prozent.

Weitere Preisänderungen

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen und den Kaffee im Kaffeehaus enthält und den täglichen Einkauf abbildet, stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,1 Prozent, nach plus 3,3 Prozent im Juni. Im Mikrowarenkorb waren Butter (+13,8 %), Zeitungen (+9,8 %) und Äpfel (+7,3 %) die größten Preistreiber. Weniger musste man im Juli für Kartoffeln (-4,4 %), Putenbrustfleisch (-2,7) und Flaschenbier (-1,7 %) ausgeben.

Auch Zigaretten wurden deutlich teurer (+ 6,1%). Reparaturen privater Verkehrsmittel kosteten im Jahresabstand um 2,9 Prozent mehr, Flugtickets um 6,6 Prozent weniger. Die Preise für Wohnung, Wasser, Energie erhöhten sich im Schnitt um 2,2 Prozent. Hauptverantwortlich dafür waren laut den Statistikern höhere Mieten (+3,6 %).

Wegen höheren Bewirtungspreisen stieg die Teuerung in Restaurants und Hotels um durchschnittlich 3,0 Prozent. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke kosteten durchschnittlich um 2,0 Prozent mehr. Weniger mussten Verbraucher im Bereich Mobilfunk ausgeben. Die Preise für Mobiltelefone sanken um 9,1 Prozent.

Der für die Eurozone errechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex HVPI für Österreich lag im Juli wie auch schon im Juni bei 2,3 Prozent.

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