Ausgeradelt: Nach UberEATS gibt auch Foodora auf

Doppelter Exit: Fahrradboten von Foodora und UberEATS wird man in Österreich bald nicht mehr sehen.

Doppelter Exit: Fahrradboten von Foodora und UberEATS wird man in Österreich bald nicht mehr sehen.

Der Markt für Essenszustellung via Fahrradboten konsolidiert sich. "Foodora" und "UberEATS" verschwinden wieder vom Markt.

Nur wenige Tage nachdem bekannt wurde, dass das in Österreich erst 2016 gestartete UberEATS die Zustellung von Essen per Fahrradboten in Wien mit 7. März 2019 einstellen wird hat nun auch "Delivery Hero" erklärt, sich mit der Marke "Foodora" aus der Stadt zurückzuziehen und sich auf die Marke "Mjam" konzentrieren zu wollen.

Fahrradboten mit großen, rechteckigen Rucksäcken gehörten in Wien in den letzten Jahren fast schon zum allgegenwärtigen Stadtbild. Der Bohemian-Lifestyle-Trend, über eine Smartphone-App in einem Lokale gekochtes Essen bei einer Lieferfirmen zu bestellen und es dann von einem Fahrradboten nach Hause liefern zu lassen, hatte immer mehr Anhänger gefunden.

Die Zustellung von Essen wurde wie in nahezu allen Großstädten Europas zu einem florierenden Geschäft und immer mehr Marktteilnehmer versuchten, ein Stück vom scheinbar großen Kuchen abzubekommen. Es war vom neuen "Essen auf Rädern" und "klingelnden Geschäften" die Rede.

Als Nummer eins in Europa gilt die britische JustEat, gefolgt von der holländischen Takeaway und dem deutschen Marktführer Delivery Hero. Mit Marken wie Lieferservice.at, Foodora, Mjam oder RadlExpress haben sie den Hunger der Städter gestillt. Der Fahrdienstleister Uber brachte sich mit UberEATS ins Spiel und daneben haben sich Unternehmen und Start-ups wie Fitmeal, Rich Bros oder Iss Mich positioniert.

Marktbereinigung

Doch so schnell die Fahrradboten in den Straßen der Stadt aufgetaucht waren scheinen sie nun auch wieder zu verschwinden. Zumindest einige der bekanntesten Fahrrad-Trikots wird man bald nicht mehr sehen

Wien war die erste deutschsprachige Stadt, in der UberEATS eingeführt wurde. Zum einjährigen Jubiläum verwies man stolz auf 350 Restaurant-Partner. Foodora war seit 2015 in Österreich aktiv und hatte zuletzt in Wien an die 600 Fahrradkuriere - 90 Prozent davon allerdings nur in Teilzeit-Beschäftigungsverhältnissen - im Einsatz. Nun ziehen sich beide Marken aus dem Geschäft zurück.

Statt der pinken Foodora Trikots wird man künftig nur noch gründe Mjam-Trikots sehen. Für Mjam kommt das praktisch einer Rückkehr nach Hause gleich, denn das Unternehmen wurde 2008 in Wien gegründet und vier Jahre später an Delivery Hero verkauft. Mit Fahrradboten war Mjam bisher nur in den Landeshauptstädten Graz, Salzburg, Klagenfurt und Innsbruck aber nicht in Wien aktiv.

Auch aus Deutschland dürfte die Marke Foodora bald wieder verschwinden. Die dortigen rund 2.500 Kuriere sollen künftig die Trikots von Lieferando tragen.

Boeing-Aktie an der New York Stock Exchange

Wirtschaft

Weiter Probleme bei Boeing: 777-8 Einführung verschoben

Wirtschaft

Helikopter-Geld: Kriegt bald jeder Cash von der EZB?

Franz Fischler, Präsident des Europäischen Forums Alpbach

trend Podcast - Wirtschaft zum Hören

Podcast: Alpbach-Präsident Franz Fischler im Gespräch

Aufenthalt in Privatklinik künftig von der Steuer absetzbar

Steuern

Aufenthalt in Privatklinik künftig von der Steuer absetzbar