Sparkurs bei Media Markt und Saturn

Media Saturn Logos

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Die Elektro- und Elektronik-Großmärkte Media Markt und Saturn hadern mit rückläufigen Umsätzen und schwindenden Gewinnen. Jetzt setzt das Betreiberunternehmen Ceconomy den Rotstift an. 500 Stellen werden gestrichen, die Märkte sollen neu ausgerichtet werden.

Über viele Jahre hinweg waren Saturn und Media Markt im deutschsprachigen Raum beim Handel mit Elektro- und Elektronikprodukten das Maß aller Dinge. Sie trieben mit Slogans wie "Geiz ist geil" die Konkurrenz vor sich her und überstanden scheinbar alle Veränderungen am Markt.

Das ist Geschichte, denn Ceconomy, die Betreibergesellschaft hinter den beiden Marken, hat nun ebenfalls den Folgen der Digitalisierung und dem damit einher gegangenen geänderten Konsumverhalten zu kämpfen: Konsumenten kaufen online oder wollen, wenn sie schon in ein Geschäft gehen, dort auch ein entsprechendes Service und eine qualitative Beratung.

In einem ersten Schritt soll in der Verwaltung eingespart werden. Kolportierte 500 Stellen sollen in der Media-Saturn-Zentrale in Ingolstadt und die Marketingabteilung in München gestrichen werden.

Stellenabbau und weitere Schritte

Durch den Stellenabbau sollen 110 bis 130 Millionen Euro eingespart werden. Doch damit alleine will sich der seit März amtierenden Ceconomy-Chef Jörn Werner. nicht zufrieden geben. "Unsere Strukturen sind zu komplex. Viele Prozesse sind zu ineffizient, und es gibt zu viele unklare Verantwortlichkeiten", erklärte er.

Bis zum Jahresende soll auch die strategische Ausrichtung den Kunden gegenüber überarbeitet werden. "Wir haben unser Potenzial bisher noch nicht vollständig ausgenutzt", betonte Werner. Der Markt habe großes Potenzial weit über das bloße Verkaufen von Elektronik hinaus. Immer mehr Kunden benötigten Hilfe bei dem Umgang mit komplexer Technik auch im eigenen Heim. Media Markt und Saturn hätten sich in der Vergangenheit viel zu sehr darauf konzentriert, ein möglichst großes Sortiment zum günstigsten Preis anzubieten, dabei aber das Einkaufserlebnis und den Service vernachlässigt. Nun gelte es, alles auf die Bedürfnisse des Kunden auszurichten.

Eingestellt werden soll auch die Streaming-Plattform Juke, kleine Engagements wie die Beteiligung an der Wiederverkaufsplattform Flip4New stehen auf dem Prüfstand. Auch das Management wird nicht verschont: Die Ceconomy-Spitze wird verkleinert und ab Juni aus nur noch zwei Vorständen bestehen. Beide Marken - Media Markt und Saturn - sollen aber erhalten bleiben. Auch Filialschließungen sind vorerst nicht vorgesehen.

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