So geht Integration: Erfolgsgeschichten aus Österreich

Ali Zafari, 21, Flüchtling aus Afghanistan, Metalltechniker-Lehrling bei Metallbau Schinnerl, Tulln

Integration auf dem Arbeitsmarkt gelingt nicht immer sofort und ist von Schwierigkeiten begleitet. Aber sie nimmt zu. Zahlreiche Unternehmen stellen junge Flüchtlinge ein.

Die Zahl der Flüchtlinge, die erfolgreich ins Arbeitsleben integriert werden konnten, steigt - trotz zahlreicher Hürden. Eine trend-Reportage von Martina Bachler mit Fotos von Lukas Ilgner.

ALI ZAFARI, Schinnerl Metallbau

Es ist Dienstagvormittag, 8.15 Uhr, Ali Zafari ist bereits seit eineinhalb Stunden im Dienst. Er schleift an einem Stahlgerüst, durch das einmal ein Aufzug fahren soll. "Vor Kurzem habe ich auch das Schweißen gelernt", ruft der 21-Jährige laut, weil in der riesigen Halle auch ringsum lautstark die Funken fliegen.

Seit knapp einem Jahr macht er eine Lehre zum Industrieschlosser, und wahrscheinlich ist er so etwas wie ein Paradebeispiel für gelungene Integration: Nicht nur, weil er in Wien-Meidling um fünf Uhr früh aufsteht, um rechtzeitig bei Metallbau Schinnerl im niederösterreichischen Tulln anzukommen. Nicht nur, weil er aufgrund seiner flinken Arbeitsweise den Spitznamen "Wiesel" bekommen hat. Sondern auch, weil er weder lesen noch schreiben konnte, als er Ende 2012 in Österreich aufschlug. Allein, nach einer langen Flucht, der die Ermordung seines Vaters durch die Taliban in Afghanistan vorausgegangen war.

Ali Zafari

Der Afghane Ali Zafari will sich ein Leben aufbauen.

Ali Zafari

Seit einem Jahr macht er bei Metallbau Schinnerl in Tulln eine Lehre als Metalltechniker.

Ali Zafari hat das alles in wenigen Jahren aufgeholt, hat die Schule abgeschlossen und schließlich einen Chef überzeugt, der von sich sagt: "Ich bin ja nicht Mutter Teresa, ich biete nur einen Job an und die Arbeit muss schon auch passen."

Harald Schinnerl bildet Lehrlinge aus, weil er spezialisierte Fachkräfte braucht. Aus dem Schlosserbetrieb seiner Eltern hat er ein mittelgroßes, stark spezialisiertes, voll ausgelastetes Metallbauunternehmen gemacht. Nebenbei ist er auch ÖVP-Vizebürgermeister in Tulln. Die großen Fluchtbewegungen im Jahr 2015 sah er nicht unkritisch. Er beschloss aber, seinen Teil zu ihrer Bewältigung beizutragen. Mitte 2017 war es dann so weit: "Ich wollte einfach einem jungen Menschen, der zeigt, dass er arbeiten will, eine Chance geben."


Flüchtlinge am Arbeitsmarkt

Der niederösterreichische Firmenchef ist damit kein Sonderfall. Eine aktuelle Umfrage des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Deloitte unter 186 Unternehmen in Österreich ergab, dass fast jedes dritte mindestens eine geflüchtete Person beschäftigt. Zwar waren laut dem Arbeitsmarktservice (AMS) Ende März 32.401 Asylberechtigte oder Menschen, die subsidiären Schutz erhalten haben, als arbeitslos gemeldet oder in Schulungen. Aber die Zahl derer, die einen Job ergattern, ist gestiegen: Rund 7.300 Syrer (plus 41 Prozent im Vergleich zu 2017) und 5.500 Afghanen (plus 83 Prozent) hatten Ende März einen Job.

Integration auf dem Arbeitsmarkt gelingt nicht immer sofort und ist von Schwierigkeiten begleitet. Aber sie nimmt zu.

ARBEITSLOSIGKEIT.

Die Zahl der Geflüchteten, die arbeitslos gemeldet sind, steigt, da mehr Asylverfahren abgearbeitet werden.

GUTER TREND.

Von jenen Menschen, die während der großen Flüchtlingswelle kamen, waren laut AMS Ende März 29 Prozent beschäftigt.

Jene Menschen, die sich im Zuge der großen Fluchtbewegungen von Anfang 2015 bis Mitte 2016 beim AMS gemeldet haben, werden dort besonders genau analysiert: Von ihnen waren am Stichtag Ende März 29 Prozent in Arbeit. Der Großteil arbeitet bisher in Hilfsarbeiterpositionen, einige konnten aber auch Lehrstellen finden oder sogar Jobs, die einem höheren Qualifikationsniveau besser entsprachen. Letzteres ist laut einer Studie der auf Migrationsfragen spezialisierten Organisation ICMPD in Österreich besonders schwierig: Rund drei Viertel der Geflüchteten, die über höhere Qualifikationen verfügen, gaben an, unter ihrem Ausbildungsniveau zu arbeiten.


BILAL ABDULKARIM, Deloitte

Bilal Abdulkarim aber hat es geschafft. Seit Februar ist der 31-jährige Syrer bei Deloitte angestellt, an den Wochenenden vertieft er weiterhin seine Buchhaltungskenntnisse. In seiner Heimat hatte er Wirtschaft studiert. Seine Flucht führte ihn 2015 nach Österreich. "Ich hoffte, ich würde Deutsch lernen, schnell eine Arbeit finden und Geld verdienen. Aber nichts davon war einfach", sagt der ruhige, freundliche Buchhalter. Seine Bewerbungen blieben ohne Antwort. Später erfuhr er, dass das auch formale Gründe hatte: Ihm war nicht bewusst, dass in Österreich ein Motivationsschreiben üblich und nötig ist.

Bilal Abdulkarim, Deloitte

Bilal Abdulkarim mag einfach Zahlen.

Bilal Abdulkarim, Deloitte

In seiner Heimat Syrien studierte der 31-jährige Betriebswirtschaft, den Master in Financial Management konnte er nicht abschließen.

Bei Deloitte machte er ein Praktikum im Bereich Human Capital, qualifizierte sich für die 2017 von Deloitte und der Raiffeisen Bank International initiierte "Finance & Accounting School" für Geflüchtete, setzte ein Buchhaltungspraktikum drauf und wurde nun übernommen. "Seine Einsatzfreude, wie schnell er lernt und wie wichtig es ihm ist, Fehler nicht zu wiederholen, haben uns von Anfang an beeindruckt", sagt sein Chef Gernot Schuster, Partner bei Deloitte.


Moudar Alahmad, Western Union

Ähnliche Erfahrungen macht auch Western Union, ebenfalls ein Unternehmen, das 2015 konkret und pragmatisch reagiert hat und Deutschkurse, Volontariate und Bildungsinitiativen angeboten hat. Am Wiener Standort der Transferbank am Schubertring arbeiten 120 Mitarbeiter aus 20 Nationen.

Moudar Alahmad fällt hier also weder mit seinem Namen noch mit seinem Akzent auf, sondern vor allem mit Leistung und Offenheit. Seit August macht der schlagfertige 28-jährige Syrer ein Traineeship im Bereich Digital Product Delivery. Er sorgt unter anderem dafür, dass die Apps der Transferbank in allen möglichen Ländern funktionieren, und koordiniert sich dabei mit Kollegen in den USA.

Moudar Alamad, Western Union

Moudar Alahmad, 28 - Western Union: Sicherheit wünscht sich der Syrer, einen Beruf, den er immer ausüben kann.

Moudar Alamad, Western Union

Seit August macht der studierte Betriebswirt ein Traineeship bei Western Union.

Moudar Alahmads Arbeitssprache ist Englisch. "Mein Deutsch verbessere ich beim Quatschen beim Mittagessen", scherzt er. "Am Anfang war es wichtig, dass das Team Unterstützung bot und vieles zunächst in einfachem Deutsch erklärte", sagt Peter Bucher, CEO der Western Union International Bank, "jetzt machen wir aber zwischen ihm und anderen Mitarbeitern keinen Unterschied mehr."

An der Wand neben Moudar Alahmads Arbeitsplatz hängt ein A4-Zettel. Ein Satz darauf fällt auf, weil er zunächst kaum zur Unbeschwertheit seines Verfassers passt: "Von meiner Arbeit erwarte ich mir Sicherheit, Spaß und Erfahrung." Sicherheit sei ein großes Thema für ihn, sagt der studierte Betriebswirt. Er wollte einen Job, der überall gebraucht wird und anerkannt ist. Sein nächstes Ziel ist ein berufsbegleitendes Masterstudium.


Menschen, Perspektiven und Würde

Sichtbar machen, wie viel Potenzial Geflüchtete mitbringen, ist eines der Ziele des 2016 gegründeten Social Businesses "More Than One Perspective" (mtop.at). Es fokussiert sich auf die Vermittlung von Geflüchteten mit Berufserfahrung in den Bereichen IT, Wirtschaft oder Technik, die bereits arbeiten dürfen. Über 100 Associates, wie MTOP seine Absolventen nennt, haben das sechsmonatige Programm bereits durchlaufen. Rund 80 konnten bisher vermittelt werden, Moudar Alahmad und Bilal Abdulkarim sind zwei von ihnen.

"Der Kandidat, seine Fähigkeiten und das Unternehmen müssen zusammenpassen, das ist die Grundvoraussetzung für den Erfolg", sagt Nina Poxleitner, eine der MTOP-Gründerinnen. Aber es brauche auch Begleitung: beim Lernen der Sprache oder auch, um kulturelle Fragen und Besonderheiten des österreichischen Systems zu erklären. "Je schneller diese Menschen ihrem Potenzial entsprechend arbeiten können, desto schneller sind sie auch Steuerzahler."

Potenzial ist ein Schlagwort, das für viele Initiativen, die sich für Integration engagieren, wichtig ist. "Es handelt sich bei den Geflüchteten um Menschen, die schon sehr viel erlebt haben. Sehr viele wollen aus ihrem Leben etwas machen und haben auch die Fähigkeiten dazu", sagt auch Christian Konrad. Der ehemalige Raiffeisen-Generalanwalt, der zum Höhepunkt der Migrationsbewegungen auch Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung war, hat mit Mitstreitern vor wenigen Wochen die Allianz "Menschen.Würde.Österreich" (mwoe.at) gegründet.

Christian Konrad: Generalanwalt und Menschenfreund

Christian Konrad: "Junge Menschen schnell in den Arbeitsprozess bringen."

Die neue zivilgesellschaftliche Initiative will Organisationen, Initiativen und auch Einzelpersonen beim Thema Integration mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Das Bild, das die Öffentlichkeit von Geflüchteten habe, sei unvollständig, so Konrad.

Der frühere Raiffeisen-General war ein Jahr lang Flüchtlingskoordinator des Bundes. Die aktuelle Integrationspolitik sieht er kritisch, die neue Allianz will das Gespräch mit der Regierung suchen. "Gute Voraussetzungen für Integration wären, wenn wir gerade bei jungen Menschen früh sicherstellen, dass sie einen strukturierten Tag haben, dass sie schnell in einen Arbeitsprozess kommen", sagr er.

"Uns geht es darum, Geflüchteten strukturell und auch atmosphärisch eine Chance zu geben. Momentan stehen alle fast ausnahmslos unter dem Verdacht, das österreichische Sozialsystem missbrauchen zu wollen", so Konrad. Dass sie mit ihrem Engagement und ihren Talenten dazu beitragen können, etwa den Facharbeitermangel zu lindern, wäre im öffentlichen Bild von Geflüchteten gerade nicht zu finden.


Abdul Munir Ahadi, bständig

Abdul Munir Ahadi ist einer, der ein ganz offensichtliches Talent hat. Es ist Mittwoch, 13 Uhr, die Werkstatt der Orthopädie-Kette bständig in Wien füllt sich gerade wieder. Es riecht nach Leder. Ein Mitarbeiter klebt glitzernde Schnallen an Kindersandalen, bei denen eine Sohle deutlich dicker ist, um ein verkürztes Bein auszugleichen. Munir, wie der Spezialschuster hier gerufen wird, richtet sich gerade einen Schuhrahmen her.

"Ich mag alles an meinem Beruf, interessiere mich für Materialien, die Mode, die Medizin", sagt der Afghane. Nach einigen Jahren in Pakistan war er 2011 allein im Kärntner Radenthein gelandet. Zu Hause auf Maturaniveau ausgebildet, machte er hier den Hauptschulabschluss und zog nach Wien, wo er sich mehr berufliche Möglichkeiten erhoffte.

Abdul Munir Ahadi, bständig

Abdul Munir Ahadi, 28 - bständig

Abdul Munir Ahadi, bständig

Geschafft, und zwar mit Auszeichnung, hat der Afghane gerade seine Gesellenprüfung als orthopädischer und Maßschuster.

Zu bständig kam er 2014 zunächst zum Schnuppern. Michael Katzler, der hier die orthopädischen Spezialschuhe für alle Filialen verantwortet, erkannte sein handwerkliches Geschick. Das Team sei sowieso international aufgestellt, da habe die Nationalität keine Rolle gespielt, so Katzler. Ein Paar eleganter Budapester brachte seinem Lehrling bei der Gesellenprüfung im Februar eine Auszeichnung ein. Er bleibt bei bständig.


Lobby für Flüchtlinge

Sowohl Munir Ahadi als auch der Metalltechnik-Lehrling Ali Zafari wurden von dem Verein lobby.16 an ihre Unternehmen vermittelt. Seit 2008 begleitet der Verein jugendliche Flüchtlinge in und durch die Lehrlingsausbildung. Viele sind ohne Eltern in Österreich, auch Unternehmen begrüßen die Unterstützung von außen. Jährlich wurden bisher 50 junge Leute durch das lobby.16-Programm geführt, rund 200 Lehrlinge werden momentan betreut. Ob das auch im Herbst wieder so weitergeht, ist offen: "Wir wissen noch nicht, ob wir von den Kürzungen der Regierung im Integrationsbereich betroffen sind", sagt Mitgründerin Irmgard Kischko. Die lobby.16 vermittelt nur Jugendliche, deren Aufenthaltsstatus geklärt ist. Aber Asyl wird mittlerweile nur noch für die Dauer von drei Jahren gewährt, subsidiärer Schutz zunächst nur für ein Jahr. Dann wird der Status wieder überprüft.


Zabiuhllah Azizi, Asif Hafezi und Mohammad Zia Salimi, Holz Mosser

Das ist eine Regelung, die etwa Thomas Harreither gerade vor eine schwierige Entscheidung stellt. Von Weitem sind die Berge heller Fichtenstämme zu sehen, die in der Niederlassung des Holzunternehmens Mosser im oberösterreichischen Wolfpassing zu Rund- und Schnittholz verarbeitet werden. Mit 60 Mitarbeitern wird hier ein Jahresumsatz von 48 Millionen Euro gemacht. Seit wenigen Wochen zählt auch ein junger Afghane zum Team. "Er ist sehr engagiert und würde gerne eine Lehre bei uns machen", sagt Harreither, "doch die dauert vier Jahre. Er hat aber nur zwei Jahre Schutz."

Zabiuhllah Azizi, Asif Hafezi und Mohammad Zia Salimi, Holz Mosser

Zabiuhllah Azizi - Asif Hafezi - Mohammad Zia Salimi: Die drei Afghanen (Namen von rechts nach links) verstärken die Belegschaft des Holzverarbeiters Mosser am Standort Wolfpassing.

Zabiuhllah Azizi, Asif Hafezi und Mohammad Zia Salimi, Holz Mosser

Ringsum herrscht Vollbeschäftigung.

Die Entscheidung, wie es weitergeht, ist noch nicht gefallen, behalten möchte Harreither ihn auf jeden Fall. Im Bezirk Scheibbs herrscht Vollbeschäftigung, es ist schwierig, überhaupt Leute zu finden. Mit Afghanen hat er bereits gute Erfahrungen gemacht: Zabiuhllah Azizi, ein kerniger Endvierziger mit verschmitztem Lächeln, Mohammad Asif Hafezi, 53 und Staplerfahrer, und der 40-jährige Mohammad Zia Salimi sind auf Empfehlung ihrer Mentoren gekommen und aufgrund ihrer Leistungen bestens etabliert.


Shebab Heven, Modehaus Kutsam

Ganz ähnlich lautet auch die Erfahrung von Johannes Behr-Kutsam. Mit seinem Bruder betreibt er fünf Niederlassungen des Modehauses Kutsam in Nieder- und Oberösterreich. Am Standort in Bad Hall macht seit Juni 2017 Sheban Heven eine Doppellehre zur Bürokauffrau und Textilhandelsfachfrau. Ihr subsidiärer Schutz läuft allerdings im September aus. Ob dieser verlängert wird, ist nicht klar. Das ist für Shebab Heven, aber auch für ihren Arbeitgeber eine Belastung. Es könnte sein, dass sie gehen muss.

Shebab Heven

Shebab Heven, 18, Modehaus Kutsam.

Shebab Heven

Unabhängig möchte die junge Syrerin sein, deshalb war es ihr wichtig, schnell einen Job zu finden.


Wirtschaft für Integration

Dass gerade bei Lehrlingen, wo Integration relativ gut gelingt, so große Rechtsunsicherheit herrscht, stößt Unternehmen zusehends vor den Kopf. "Es gibt Unternehmen, die händeringend nach Lehrlingen suchen. Viele waren froh, als sie im Jahr 2016 Stellen dann mit Geflüchteten besetzen konnten", sagt etwa Peter Wesely, der sich über den Verein Wirtschaft für Integration (vwfi.at) schon lange aktiv mit dem Thema beschäftigt.

Die Abschiebungen jetzt ließen auch völlig außer Acht, zu welchem Zeitpunkt die Anstellung erfolgte. In sogenannten Mangelberufen etwa in der Gastronomie können junge Geflüchtete seit 2012 bereits dann eine Lehre beginnen, wenn ihr Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist.

Weil die Anzahl negativer Asylverfahren für einige Gruppen wie etwa Afghanen zugenommen hat, gibt es mittlerweile Beispiele von Unternehmen, wo Lehrlinge mitten aus ihrer Arbeit heraus abgeführt worden sind. Wesely plädiert deshalb für eine Rot-Weiß-Rot-Card plus. Sie soll Menschen, die hier in Ausbildung sind, einen alternativen Weg zum Verbleib in Österreich öffnen.

Der grüne oberösterreichische Landesrat Rudi Anschober schlägt vor, das deutsche Modell "3+2" zu übernehmen. In Deutschland können Flüchtlinge eine Lehre machen und dann zwei Jahre zum Arbeiten bleiben, auch wenn sie einen negativen Asylantrag bekommen. In vielen Handwerksberufen, die unter Nachwuchsmangel gelitten haben, ist seither die Zahl der Lehrlinge wieder gestiegen.

Anschobers mit der Wirtschaftskammer gestartete Initiative "Ausbildung statt Abschiebung" (ausbiltung-statt-abschiebung.at) hat mittlerweile 45.000 Unterstützer. Erste Gespräche mit dem Bildungsminister und der Sozialministerin, um zu einer besseren Lösung für Lehrlinge zu finden, seien positiv verlaufen, so Anschober. Ob sie erreicht wird, soll aber von Innenminister Herbert Kickl abhängen.

Bereits sehr viel erreicht haben die vorgestellten Geflüchteten, die in unterschiedlichen Berufen arbeiten und alle noch Ziele haben. So wie der Metalltechniklehrling Ali Zafari: "Ich will arbeiten, mir eine Zukunft aufbauen, einfach ein gutes Leben haben."

Die KTM-Fahrrad-Chefinnen: Johanna Urkauf (29) ist seit 2018 Geschäftsführerin beim größten Fahrrad-und E-Bike-Hersteller Österreichs. Carol Urkauf-Chen (62) zieht aber vorerst weiterhin die Fäden im Unternehmen.

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