So teuer wird die Fukushima-Katastrophe für Japan

Die Fukushima-Katastrophe wird für Japan deutlich teurer als ursprünglich berechnet: Statt rund 700 Millionen Euro pro Jahr werden die Kosten auf künftig mehrere Milliarden Euro jährlich steigen. Auch die Zukunft des AKW-Betreibers Tepco ist ungewiss.

So teuer wird die Fukushima-Katastrophe für Japan

Die Folgekosten der Atomkatastrophe von Fukushima werden sich in den nächsten Jahren einer Regierungsprognose zufolge vervielfachen. Während derzeit rund 700 Millionen Euro pro Jahr dafür aufgewendet werden, würden die Kosten künftig auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr steigen, sagt Industrieminister Hiroshige Seko.

Die Zahlen hatte Seko für eine Kommission aufbereitet, den einen Finanzplan für den Fukushima-Betreiber Tepco aufstellen soll, der nach der Katastrophe im Jahr 2011 unter staatliche Kontrolle steht. Nicht eingerechnet sind demnach Kosten, die für die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe anfallen werden. Damit soll 2018 oder 2019 begonnen werden.

Ähnlich wie der Schweizer Franken gilt auch der japanische Yen als sicherer Hafen in wirtschaftlich turbulenten Zeiten - und so wie SNB versucht auch die Bank of Japan, die eigene Währung mit Zinsen und Anleihenkäufen abzuwerten. Das soll die Exporte und somit die Wirtschaft ankurbeln. Doch Japan zudem ein demographisches Problem. Klicken sie auf das Bild, um mehr zu erfahren.

Um die Kosten zu tragen, wird in der Kommission sowohl eine Zerschlagung und Verkauf von Tepco-Teilen als auch ein Zusammenschluss mit anderen der insgesamt zehn AKW-Betreibern in Japan erwogen. Es gilt allerdings als sicher, dass diese sich wehren werden. Alle stehen unter Druck, da nach der Katastrophe von den 42 Reaktoren derzeit nur wieder in Betrieb sind. Zunächst hatte das Land geplant, ganz auf Atomenergie zu verzichten, davon aber wieder Abstand genommen.

Tepco hat mit dem Abriss und der Entsorgung der drei Reaktoren von Fukuchima noch gar nicht begonnen. Die Firma kämpft weiter damit, den Abfluss von radioaktiv verseuchtem Wasser aus dem Komplex zu verhindern. Der Abriss wird schätzungsweise etwa 40 Jahre dauern. Das Unternehmen selbst sagt, es könne keine Angaben zu den Gesamtkosten der jahrzehntelangen Altlasten machen. Die Kernschmelze der Reaktoren hat Wasser, Äcker, Wohngebiete und die Luft verseucht, so dass mehr als 160.000 Menschen die Region verlassen mussten.

Robert Hargraves ist Autor des Buchs „Thorium: Energy cheaper than coal“. Auf der Innovationskonferenz TEDxVienna polarisierte er, indem er für neue Formen der Kernkraft warb. Klicken Sie auf das Bild, um mehr zu erfahren.

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Zu den Personen:
Caroline Palfy (r.) ist neue Geschäftsführerin in der Handler Holding GmbH und verantwortet den Bereich Sustainable-Strategie. Das Familienunternehmen HANDLER ist Spezialist für hochwertige Bau- und Immobilienprojekte in Österreich.
Marieluise Krimmel ist Partnerin bei Deloitte in Wien im Bereich Audit & Assurance und ist in der Prüfung und Beratung tätig. Ihre Branchenschwerpunkte liegen neben der Industrie in der Immobilien- und der Bauwirtschaft.

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