So setzt Corona KMUs zu und so reagieren auf die Krise

Corona setzt besonders Klein- und Mittelbetrieben zu. Eine Umfrage zeigt, wie sehr sie die Auswirkungen von COVID-19 bei der Nachfrage spüren, wie sie mit der Personalsituation umgangen sind, wie die Krise ihre Geschäftsstrategie beeinflusst hat, was sie glauben, wann sie glauben, dass sich ihr Business wieder normalisiert.

So setzt Corona KMUs zu und so reagieren auf die Krise

Dass die Corona-Krise vor allem auch viele kleine und mittelgroße Unternehmen zusetzt, ist unbestritten. Nur wie sehr diese Unternehmen tatsächlich betroffen sind, lässt sich derzeit nur schwer abschätzen. Um Licht ins Dunkel zu bringen, hat die internationale Kreativplattform 99design ie das Marktforschungsplattform Corus beauftragt mehr als 1.200 Klein- und Mittelbetriebe in den USA, Australien, im DACH-Raum und anderen Regionen befragt, um herauszufinden, wie sich die Pandemie auf ihr Verhalten, ihre Strategie, etwa was den Online-Handel betrifft, und die Mitarbeiterentwicklung auswirkt - und was sie für die Zukunft planen. Lesen Sie die Details dazu im Überblick.

Rund die Hälfte der befragten KMUs verzeichnete einen starken Nachfragerückgang oder kann aufgrund der Pandemie überhaupt nicht arbeiten.

28 Prozent der KMUs ohne Corona-Einbruch
Nur zwölf Prozent haben keine Auswirkungen von COVID-19 gespürt. 16 Prozent verzeichnen sogar eine erhöhte Nachfrage.

30 Prozent der befragten KMUs haben durch Corona einen Nachfragerückgang von 30 Prozent erfahren, 24 Prozent einen leichten Rückgang. 18 Prozent konnten gar nicht arbeiten.

B2C ist schlechter dran als B2B
Ein höherer Anteil der B2C-Unternehmen, also jene, die mit Privatkunden Geschäfte machen, kann überhaupt nicht operieren: 22 Prozent gegenüber 14 Prozent der B2B-Marken.

Frauen führen mehr B2C Geschäfte als Männer
Unter den Befragten führten mehr Frauen ein B2C-Geschäft als Männer. Dies spiegelt sich in Daten wider, aus denen hervorgeht, dass 31% der Unternehmen in weiblichem Besitz nicht operieren können, verglichen mit 18% der Unternehmen in männlichem Besitz.

Viele Entlassungen, aber Mehrheit behält Mitarbeiter
Während die Arbeitslosenquote in den letzten Wochen erheblich gestiegen ist, haben es im vergangenen Monat die Hälfte der KMUs geschafft, die Zahl der Mitarbeiter aufrechtzuerhalten. Zehn Prozent der Befragten haben sogar Mitarbeiter eingestellt.

Die Hälfte der KMUs haben ihre Mitarbeiter trotz Corona-Pandemie behalten.

Viele Unternehmer machen es alleine
38 Prozent der befragten Unternehmen werden von Einzelunternehmern geführt.
B2C-Unternehmen leiden nicht nur operativ, sondern werden auch eher von Einzelunternehmern betrieben (43% gegenüber 31% der B2B-Unternehmen).

Fast 60 Prozent haben Geschäftsmodell umgestellt
Über die Hälfte der Unternehmer (56%) hat ihr bestehendes Geschäftsmodell als direkte Folge von COVID-19 umgestellt.

Viele planen, meist aus der Not heraus, eine Neugründung
54 Prozent der Befragten planen zudem, während der COVID-19-Pandemie ein neues Unternehmen zu gründen oder einer Nebenbeschäftigung nachzugehen.

Viel Neues könnte in und durch die Krise entstehen.

Hälfte der KMUs passt sich neuen Kundenbedürfnisse an
Fast die Hälfte der KMUs und Unternehmer (48%) reagiert auf Verbraucherbedürfnisse, die in direktem Zusammenhang mit COVID-19 stehen.

Viele starten in der Krise Online-Vertrieb oder bauen ihn aus
66 Prozent der Unternehmen, die vor dem Ausbruch nicht online waren, sind dabei, eine Website zu erstellen. Mehr als ein Viertel (27%) versucht, ihre bestehende Website aufgrund von COVID-19 zu aktualisieren.
Von den Unternehmen, die planen, ihrer Website E-Commerce hinzuzufügen, haben 46 Prozent entweder begonnen oder überlegen dies als Ergebnis des Ausbruchs.
39 Prozent der Unternehmen haben bereits begonnen oder planen, ihre Social-Media-Aktivitäten aufgrund von COVID-19 zu steigern.
Weitere 41 Prozent der Unternehmen suchen aufgrund der Pandemie nach neuen Wegen, um über Online-Inhalte mit Kunden in Kontakt zu treten.

Wichtigste Eigenschaften, um durch eine Krise zu navigieren

Rund 70 Prozent der KMUs glauben, dass die Krise in einem Jahr oder früher vorbei ist

Nur drei Prozent der befragten KMUs rechnen sich ihr Geschäft nie mehr normalisiert.


Im April 2020 wurden über die Marktforschungsplattform Corus 1.214 Antworten online gesammelt. Die Antworten stammen aus Nordamerika (629), Australien (262), der DACH-Region (178) und anderen Märkten 145.

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