René Benkos Signa-Gruppe steigt bei "Krone" und "Kurier" ein

René Benkos Signa-Gruppe steigt bei "Krone" und "Kurier" ein

René Benko steigt ins Zeitungsgeschäft ein.

Die Signa Gruppe steigt ins Mediengeschäft ein und übernimmt 49 Prozent an der WAZ Ausland Holding GmbH. René Benko sichert sich somit Beteiligungen an "Krone" und "Kurier".

Wien. Rene Benkos Signa Holding schnuppert Medienluft und steigt dafür gleich bei "Kronen Zeitung" und "Kurier" ein. Dies geschieht über eine 49-prozentige Beteiligung an der WAZ Ausland Holding GmbH. Über diese hält die deutsche Funke-Gruppe 50 Prozent an der "Krone" und fast die Hälfte am "Kurier". Der Deal wurde am Montag per Aussendung bekanntgegeben.

Für die Signa ist dies die ertste Betieligung in der Medienbranche. Signa verspricht sich mit dem Kauf der Funke-Anteile den nächsten strategisch wichtigen Schritt auf dem Weg, einer der führenden Multichannel-Anbieter in Europa zu werden.

„Die Digitalisierung löst die Grenzen zwischen traditionellen Geschäftsmodellen auf. Handel, Information und Unterhaltung, aber auch das Wohnen und die moderne Welt der Arbeit – diese Bereiche lassen sich schon heute nicht mehr trennen", teilt Signa-Chef René Benko in einer Aussendung mit. "Wir investieren deshalb strategisch in Geschäftsmodelle, die breite Konsumentenschichten mit außergewöhnlichen Produkten und Leistungen überzeugen und ihre zukünftigen Bedürfnisse in der analogen wie der digitalen Welt ganzheitlich abbilden. Die Transformation starker Marken spielt da eine ganz wesentliche Rolle.“

Die Vernetzung

Die Signa-Gruppe will sich strategisch überall dort engagieren, wo "breite Konsumentenschichten zukünftig eine perfekte Vernetzung von Offline- und Online-Angeboten erwarten und vertraute Markenwelten mit digitalen Angeboten verschmelzen". Dazu zählen laut Signa-Mitteilung etwa die Bereuche Wohnen durch die Entwicklung hochqualitativer Wohnkonzepte, im Beruf durch die Entwicklung modernster Bürogebäude und Arbeitswelten, beim Einkaufen durch die Revitalisierung der innenstädtischen Warenhauskultur hin zu innerstädtischen Marktplätzen und bei Information und Unterhaltung durch das Zukunftspotenzial von stark positionierten Medienmarken.

„Wir werden insbesondere unser starkes Knowhow in der Digitalisierung traditioneller Geschäftsmodelle erfolgreich in die Partnerschaft einbringen", so Benko. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Funke Mediengruppe, mit der Familie Dichand und mit der Raiffeisengruppe.“

Die Zusammenarbeit starte "nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden". Signa hielte dann durchgerechnet 24,22 Prozent am "Kurier" und 24,5 Prozent an der "Krone". Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Funke-Gruppe ist seit 1987 im österreichischen Medienmarkt tätig.

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