Siemens-Restrukturierung kostet Wien 200 Jobs

Siemens Österreich Vorstandschef Wolfgang Hesoun

Siemens Österreich Vorstandschef Wolfgang Hesoun

In Wien werden im Zuge der Restrukturierung des Siemens-Konzerns 200 Stellen gestrichen. Insgesamt werden in der Kraftwerks- und Antriebssparte von Siemens 6.900 Arbeitsplätze gestrichen.

Dass die Restrukturierung der Kraftwerks- und Antriebssparte des Siemens-Konzerns auch in Österreich Arebitsplätze kosten wird, steht bereits seit Donnerstag, 16. November fest. Konzernchef Joe Kaeser hatte im Zuge der Bekanntgabe der Pläne des Konzerns bereits erwähnt, dass auch der Standort Wien betroffen sein wird. Nun wurde auch bekannt gegeben, wie viele Mitarbeiter betroffen sind. Siemens-Sprecher Michael Braun hat erklärt, dass 200 Stellen gestrichen werden.

Siemens Österreich beschäftigt den Informationen der Konzernwebsite zufolge aktuell 10.200 Mitarbeiter, den Großteil davon - etwa 6.000 - in Wien. Landesweit kooperiert der Konzern mit 6.700 weiteren lokalen Lieferanten und Geschäftspartnern. Die Arbeitsplätze, die in den betroffenen Sparten wegfallen, sollen jedoch durch neue Stellen in Wachstumsbereichen wieder geschaffen werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden.

Die Gewerkschaft GPA-djp hat erklärt, in engem Kontakt mit dem Betriebsrat zu stehen und diesen entsprechend zu unterstützen. Siemens-Zentralbetriebsratsvorsitzender Andreas Ecker erklärt: "Für uns geht es jetzt darum, die Informationen des Stammhauses in Deutschland zu analysieren, um konkrete Schritte daraus ableiten zu können."

Nach der Ankündigung massiver Einschnitte bei Siemens fordern Arbeitnehmervertreter von der Konzernleitung ein Umdenken und Kompromissbereitschaft. "Diese Ankündigung von Standortschließungen und von Personalabbau, der angeblich aus Strukturgründen alternativlos ist, das ist für uns gar keine Basis für Verhandlungen", sagte Siemens-Gesamtbetriebsratschefin Birgit Steinborn. Sollte es tatsächlich zu betriebsbedingten Kündigungen kommen, würde das zu einem "ernsthaften Zerwürfnis" zwischen Management und Betriebsräten führen.

Sie gehe davon aus, dass angesichts des breiten Widerstands von Politik, IG Metall und Arbeitnehmern "ein Umdenken im Management einsetzt, und das muss einfach sein, sonst weiß ich nicht, wie wir weiterkommen wollen", sagte Steinborn.

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