Sesselrücken bei Niki: Lesjak geht von Bord

Sesselrücken bei Niki: Lesjak geht von Bord

Niki-Geschäftsführer Christian Lesjak muss weichen.

Bei der Air Berlin-Tochter Niki kommt es zu einem Führungswechsel: Christian Lesjak wird abgelöst - Air Berlin schickt zwei neue Geschäftsführer. Auch in der Zentrale in Berlinkommt es zu etlichen Neubesetzungen und Abberufungen im Management.

"Auf eigenen Wunsch", heißt es offiziell, wird der langjährige Niki-Geschäftsführer Christian Lesjak aus der Geschäftsführung der Wiener Air Berlin-Tochter aussteigen. Seinen Job übernehmen ab sofort gleich zwei Herren.

Zwei statt einer

Das Kommando bei Niki übernehmen aber "mit sofortiger Wirkung" gleich zwei neue Geschäftsführer als Lesjaks Nachfolger: Thomas Suritsch und Christina Hackl wurden bereits von der Muttergesellschaft Air Berlin inthronisiert, wie das Unternehmen am Freitag mitgeteilt hat.

Suritsch kommt von der Air Berlin-Mutter, wo er als als Vice President Crew Operations bei Air Berlin tätig war. Er war vor seiner Tätigkeit bei Air Berlin bei der AUA tätig und für die Positionierung der Urlaubsflug-Sparte Lauda Air zuständig. Der 59-Jährige wird Sprecher der Geschäftsführung. Hackl folgt per 1. Juni 2015 in die Geschäftsführung nach. Die 48-Jährige ist derzeit für die Kapazitäts-und Preissteuerung im Einsatz. Bis 2013 war Hackl bei der Lufthansa-Tochter AUA im weltweiten Verkauf tätig.

Lesjak hatte mit 1. Februar 2012 die Geschäftsführung übernommen. Der 43-Jährige ist im Jahr 2006 zu Niki gewechselt. Ab 2010 war er für die Mutter Air Berlin tätig bis er 2012 in Wien die Geschäftsführung der Air Berlin-Tochter übernommen hatte.

Lesjak wird in der Aussendung von Air Berlin mit einem dürren "wir danken Christian Lesjak für die geleistete Arbeit" verabschiedet. Air Berlin sieht die Rolle von Niki vor allem als Ferienflieger und hat zuletzt einige Liniendestinationen und die Expansion nach Bratislava gestrichen.

Für die finanzielle Situation der Österreich-Tochter hatte es zuletzt bei der Bilanz-Vorstellung, bei der Air Berlin einen Rekordverlust ankündigen musste, allerdings Lob gegeben. Niki weise 2014 erneut eine "sehr profitable Kostenstruktur" aus und erschließe sich Wachstumsperspektiven durch eine hervorragende Stückkostenposition.

Umrühren im Mutterhaus

Der neue Vorstandschef von Air Berlin, Stefan Pichler, rührt offenbar auch im Mutterhaus personell um. Julio Rodriguez (40), bisher bei der spanischen Low-Cost-Gesellschaft Vueling, wird neuer Chief Commercial Officer (CCO) und damit für die Bereiche Vertrieb, Revenue Management und E-Commerce verantwortlich - "ein Herzstück der Neuausrichtung von airberlin" wie es in der Aussendung des Unternehmens heißt. Er folgt auf Götz Ahmelmann (44), der zu Etihad Airways wechselt.

Neu an Bord ist seit dem 1. April bereits Chief Financial Officer (CFO) Arnd Schwierholz. Ebenfalls zum Führungsteam gehört Martina Niemann, die als Chief Human Ressources Officer (CHO) für den Personalbereich der 8.300 Mitarbeiter verantwortlich ist.

Flugkapitän Oliver Lackmann (46) - übernimmt die neu geschaffene Position Chief Flight Operations Officer (CFOO) und verantwortet damit den Flugbetrieb, Crewplanung und Training. Marco Ciomperlik (39) übernimmt die ebenfalls neu geschaffene Position Chief Production Officer (CPO), auch zuständig für die Töchter Air Berrlin Technik und Leisure Cargo.

Ole Orvér (49) wird neuer Senior Vice President Network Strategy Planning, er kommt von Qatar Airways und war davor bei der polnischen LOT und der skandinavischen SAS.

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