Semperit prüft den Verkauf der Medizinsparte Sempermed

Semperit prüft den Verkauf der Medizinsparte Sempermed

Der börsennotierte Gummiverarbeiter Semperit prüft die Optionen für die stark unter Marktdruck geratenen Medizinsparte "Sempermed". Auch der Verkauf der Sparte wird überlegt.

Der börsenotierte Semperit-Konzern (AT0000785555) evaluiert seine Optionen für die Medizinsparte Sempermed. Unter anderem wird ein Verkauf ausgelotet, oder einen Partner hereinzunehmen. Bleibt alles beim alten, muss jedenfalls viel neu investiert werden. Die Wettbewerbsfähigkeit der Sparte hat sich zuletzt deutlich verschlechtert.

Eine Entscheidung ist bisher nicht gefallen. Auch zur Höhe der für 2019 anstehenden Abschreibung auf die Medizinsparte gibt es noch keine konkreten Angaben.

In der Medizinsparte (Sempermed) bietet Semperit vor allem Untersuchungshandschuhe und OP-Handschuhe an. Erstere werden in Malaysia hergestellt, zweitere in Wimpassing. In der Sparte sind rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon rund 100 in Österreich. Die Semperit Holding erwirtschaftet damit etwa ein Drittel ihres Umsatzes.

Für die ersten neun Monate 2019 meldete die Semperit Holding im Konzern einen Umsatzrückgang um 2,7 Prozent auf 652,2 Mio. Euro. Dabei sank der Umsatz im Sektor Industrie um 1,5 Prozent auf 426,2 Mio. Euro und im Sektor Medizin um 4,9 Prozent auf 226 Mio. Euro. Das Konzern-EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) stieg um 23,1 Prozent auf 56,4 Mio. Euro. Voriges Jahr gab es negative Sondereffekten aus der Werksschließung von Sempertrans in China. Operativ habe 2019 auch der Sektor Medizin im zweiten aufeinanderfolgenden Quartal einen positiven EBITDA-Beitrag geliefert, hieß es. Sempermed hat in den vergangenen Jahren immer wieder Verluste gemacht.

OeNB Gouverneur Robert Holzmann

Wirtschaft

OeNB rechnet mit Wachstumsdelle im Jahr 2020

Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung Porsche Holding Salzburg

Wirtschaft

Porsche Holding Salzburg: Mit Schwung Richtung E-Mobilität

Wirtschaft

Boeing 737 Max darf 2019 nicht mehr starten

Wirtschaft

Fußball-TV-Rechte-Poker: DAZN und Amazon spielen Sky an die Wand