Semperit-Chef Martin Füllenbach ist zurückgetreten

Martin Füllenbach ist als Vorstandschef des Gummiherstellers Semperit zurückgetreten. Finanzchefin Petra Preining und Kristian Brok übernehmen die Führung interimistisch.

Semperit Vorstandschef Martin Füllenbach

Semperit Vorstandschef Martin Füllenbach

Überraschender Führungswechsel bei der börsennotierten Semperit Holding (AT0000785555): Martin Füllenbach hat nach viereinhalb Jahren sein Mandat als CEO der Semperit AG Holding mit sofortiger Wirkung zurückgelegt. Der Manager will sich einer neuen beruflichen Herausforderung stellen.

Füllenbach sieht seine Arbeit in der Semperit-Gruppe und die dortige Restrukturierung als abgeschlossen. Die Profitabilität sei in 14 aufeinander folgenden Quartalen gestiegen. Der Aufsichtsrat hat der einvernehmlichen Vertragsauflösung zugestimmt.

Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat Petra Preining in ihrer Funktion als CFO bestätigt und ihr Vertrag bis Ende 2024 verlängert. Auch das Vorstandsmandat von COO Kristian Brok wurde vorzeitig bis 31. Dezember 2025 verlängert. "Damit wird der bisherige Kurs fortgesetzt, Stabilität sichergestellt und die Konzentration auf den Sektor Industrie weiter forciert", erklärt Herbert Ortner, Aufsichtsratschef der Semperit AG Holding.

Bis zu einer Neubesetzung der Position des CEOs übernehmen Preining und Brok die Vorstandsagenden interimistisch. Preining war erst im Frühjahr interimistisch für ein Jahr als Nachfolgerin von Gabriele Schallegger bestellt worden, die ebenfalls von einem Tag auf den anderen ihr Mandat zurückgelegt hatte. Preinings Funktion im Semperit-Aufsichtsrat war seither ruhend gestellt, nun verlässt sie das Aufsichtsgremium mit sofortiger Wirkung.

Aktie wird etwas abgestuft

Die Wertpapierexperten der Baader Bank haben an ihrem "Buy"-Rating für die Aktie des Gummi- und Kautschukkonzerns festgehalten. Nachdem Konzernchef Füllenbach sein Mandat als CEO mit sofortiger Wirkung zurückgelegt hat wurden die Titel aber von der Empfehlungsliste "Top-Pick" genommen

Das Kursziel von 45 Euro wurde unverändert belassen. Auch die Schätzungen für die Kennzahlen wurden nicht verändert, da eine Kontinuität des operativen Geschäftes auch nach dem Chefwechsel erwartet werde. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden für Semperit zudem als weiterhin vorteilhaft eingeschätzt, ungeachtet dessen, dass die Preise für medizinische Gummihandschuhe heuer im 2. Quartal den Gipfel erreicht haben.

Die Gewinneinschätzung je Aktie für das Jahr 2021 wurde mit 12,17 Euro bestätigt und jene für 2022 liegt weiterhin auf 4,33 Euro. Die Dividendenprognosen für die beiden Jahre lauten auf jährlich 1,00 Euro je Anteilsschein.

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