Seit 22 Jahren: Bill Gates top im Superreichen-Klub

Seit 22 Jahren: Bill Gates top im Superreichen-Klub

Bill Gates - mit Abstand superreich.

Bill Gates ist für die Superreichen der Benchmark. Er ist nicht nur wieder einmal die Nummer 1, sondern hält mit seinen Spitzenplatzierungen den Rekord. Laut Rangliste des US-Magazins Forbes folgt Finanzinvestor Warren Buffet mit großem Abstand auf Rang zwei. Er hat den spanischen Textilunternehmer Amancio Ortega verdrängt. Amazon-Gründer und -Chef Jeff Bezos hat ebenso den Zara-Gründer überholt und hält nun Rang drei. Dietrich Mateschitz ist der einzige Österreicher unter den Top-100.

Bill Gates ist das Maß der Dinge für die Superreich. Ihn zu überholen, ist in den vergangenen 22 Jahren nur wenige gelungen. Bereits zum 18. Mal ist der Microsoft-Gründer der reichste Mann der Welt. Die Nummer 1 konnte er auch heuer genauso wie in den vergangenen vier Jahren halten. Und zwar mit Abstand.

Der 61-Jährige führt die vom US-Magazin "Forbes" erstellte Rangliste der Milliardäre an. Mit einen respektablen Abstand folgen auf den Plätzen zwei bis fünf an die Unternehmer Warren Buffet, Jeff Bezos, Amancio Ortega und Mark Zuckerberg. Letzterer ist mit seinen

Der Software-Unternehmer im Ruhestand, der sich hauptsächlich in einer philanthropischen Stiftung engagiert, bringt es auf ein Vermögen von 86 Mrd. Dollar (rund 80 Mrd. Euro) an. Spitzenreiter Bill Gates hatte als 19-Jähriger sein Harvard-Studium abgebrochen, um gemeinsam mit Paul Allen die Software-Firma Microsoft aufzubauen. Heute hält Gates nur noch 2,5 Prozent der Anteile. Gemeinsam mit seiner Frau Melinda setzt er sich für die Bekämpfung von Armut und Krankheiten ein. Er ist einer der Initiatoren der globalen Impfallianz Gavi und engagiert sich für den Kampf gegen Malaria.

Über zehn Milliarden schwächer landet US-Investor Warren Buffet kommt auf Rang zwei. Er bringt es auf 75,6 Mrd. Dollar.

Der 86jährige Buffet gehört mit seinem Unternehmen Berkshire Hathaway seit über Jahrzehnten bereits zum Reichenklub. Er löste auf Platz zwei den Spanier Amancio Ortega ab.

Der 80-jährige Gründer des Textilunternehmens Inditex, zu dem etwa die Modekette Zara gehört, bleibt dennoch Europas recihster Mensch. Er kommt immerhin auf ein Vermögen von 71,3 Mrd. Dollar - und damit auf Platz vier. Ortega kommt aus bescheidenen Verhältnissen und hatte selbst als Laufbursche sein erstes Geld verdient. Im Jahr 1963 hat er sich am nordwestlichen Zipfel Spaniens in La Coruña in der Provinz Galicien selbständig gemacht und begonnen Bademäntel zu produzieren. Heute vereint Inditex acht Handelsketten mit 7000 Geschäften in 91 Ländern unter seinem Dach.

Überholt wurde Ortega auch von Amazon-Chef Jeff Bezos. Der 53-jährige US-Amerikaner und Gründer des Internet-Versandhändlers, der seine Geschäftsbereiche stetig erweitert, landete mit einem geschätzten Vermögen von 72,8 Mrd. Dollar auf dem dritten Platz der Rangliste.

Der Youngster im Reichenklub ist der erst 32 Jahre alte Facebook-Chef Mark Zuckerberg. 56 Mrd. Dollar Vermögen bedeuten Rang fünf. Nicht wenig für den Gründer des Social Network-Company Facebook, das erst im Jahr 2014 gegründet wurde.

Weltweit leben in den USA die meisten Milliardäre - "Forbes" gab ihre Zahl mit 565 an. China folgt auf dem zweiten Platz mit 319 Milliardären, Deutschland kommt mit immerhin 114 Milliardären auf Platz drei.

Drei Österreicher rangieren unter den Top-1000. Der reichste Österreicher ist demnach Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz, der sogar zu den 100 Reichsten zählt. Er bringt es mit 13,4 Milliarden Dollar auf Rang 86. Das Vermögen des Gründers des österreichischen Glücksspielkonzerns Johann Graf hat Forbes mit 7,2 Milliarden Dollar beziffert. Er kommt damit auf Platz 194. Das Vermögen von Heidi Horten, Erbin des einstigen deutschen Kaufhaus-Imperiums Horten, wird auf 2,8 Milliarden Dollar geschätzt. In der Rangliste bedeutet das Rang 717.

US-Präsident Donald Trump rutschte in der Rangliste mit einem geschätzten Vermögen von 3,5 Mrd. Dollar um 220 Plätze auf Platz 544 ab. "Forbes" führte dies auf eine Flaute auf dem New Yorker Immobilienmarkt zurück, dem Trump als Unternehmer seinen Reichtum verdankte.

"40 Prozent von Donald Trumps Vermögen stecken im Trump Tower und in acht Gebäuden in einem Umkreis von einer Meile davon", schreibt "Forbes". In letzter Zeit habe "dieses Viertel (relativ betrachtet) zu kämpfen" gehabt.

Unter den reichsten 20 Milliardären sind nur Zuckerberg, Bezos sowie die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin jünger als 60 Jahre. Internet-Unternehmer sind in der diesjährigen Rangliste auf dem Vormarsch.

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