Schule macht Wirtschaft: Die Schulhofgründer

Bei der trend-Aktion SCHULE MACHT WIRTSCHAFT gründen Schüler echte Unternehmen und lernen das Wirtschaftsleben kennen. Dabei werden sie von Experten aus der freien Wirtschaft beraten.

Schule macht Wirtschaft: Die Schulhofgründer

Philipp Bodzenta, Direktor Public Affairs & Communications bei Coca-Cola Österreich, mit den Gründern der Junior Companies an der BHAK/BHAS Wien 22.

Socket -das ist das englische Wort für Steckdose und gleichzeitig der Name eines Unternehmens, das von Schülern der BHAK/BHAS Wien 22 gegründet wurde. Die Idee für den Namen kam den Gründern, weil jeder von ihnen Strom braucht, um sein Smartphone aufzuladen. Und genauso sehr wie den elektrischen Strom sollen die Kunden auch die Produkte der Jungunternehmer brauchen und kaufen. Das Geschäftsmodell der Youngster: Sie bedrucken alte Kleidung mit frischen Motiven und verkaufen diese an ihre Kunden weiter. Den ersten Umsatz machten die Gründer auf der Weihnachtsfeier in der Schule, danach wurde an Freunde und Familie verkauft. Das Marketing läuft außerdem über das Internet: Auf dem weltweit größten Social Network Facebook sind die Gründer ebenso vertreten wie auf der Foto-Community Instagram.

Initiative: trend unterstützt beim Gründen

Socket ist eines von über 200 Unternehmen, die in diesem Schuljahr in ganz Österreich von Schülern im Alter zwischen 13 und 19 Jahren gegründet wurden. Die sogenannten Junior Companys erledigen dabei alles vom Erstellen des Businessplans über Produktion und Buchhaltung bis zum Verkauf.

Insgesamt waren heuer über 2.400 Schüler an Gründungen von Junior Companys beteiligt, unterstützt wurden sie dabei von rund 210 Lehrern. trend begleitet die Gründung, zudem kommen Entscheidungsträger aus der Wirtschaft als Berater in die Schulen.

Auch die Mitschüler des Socket-Teams haben Unternehmen gegründet. So gibt es etwa die Junior Company PTBF, die Merchandising-Artikel herstellt: farbige Drucke rund um Themen wie Anime- Comics oder Fußball. Die Junior Company Beleco wiederum bemalt Handyhüllen mit farbigen, selbst kreierten Designs. Eine besondere Geschichte hat das Jungunternehmen Magic Business Cakes: Die Gründer wollten zuerst Visitenkarten mit Wackelbildern bedrucken, stießen dabei aber auf Probleme. Nun werden stattdessen Kuchen gebacken, die auf diversen Events verkauft werden.

Manager als Berater

Von solchen Erfahrungen darf man sich nicht unterkriegen lassen, wie Philipp Bodzenta, Direktor Public Affairs & Communications bei Coca-Cola Österreich, den Schülern bei einem Besuch erläutert. Immerhin hätte auch Coca-Cola ursprünglich eine Medizin gegen Kopfweh werden sollen - sie wirkte zwar nicht, schmeckte aber vorzüglich. Der erfolgreichste Softdrink der Welt war geboren.

Bodzenta beantwortet bei seinem Besuch die Fragen der Schüler, erzählt ihnen aus seinem Arbeitsleben und zeigt ihnen YouTube-Videos zu erfolgreichen Kampagnen des Konzerns. So lernen die Schüler etwa, dass die Werbespots mit Fußballstar David Alaba nicht auf dem grünen Rasen, sondern vor einer grünen Leinwand entstanden sind.

Mit Anekdoten erläutert Bodzenta den Schülern auch wichtige Elemente des realen Businesslebens wie etwa das Alleinstellungsmerkmal (USP): Denn das Alleinstellungsmerkmal von Coca-Cola, so Bodzenta, sei der Geschmack; als der Konzern diesen ändern wollte, haben die Kunden dagegen protestiert. "Auch Kostenrechnung ist einfach", sagt Bodzenta, "alles, was Geld kostet, soll niedrig bleiben." Auf den ersten Erfolgen darf man sich laut Bodzenta nicht ausruhen, auch sein Unternehmen entwickle etwa immer wieder neue Produkte, um am Puls der Zeit zu bleiben. Dabei muss man laut Bodzenta immer auf den USP achten, um unterscheidbar zu bleiben. Und schließlich sei es wichtig, nie aufzugeben: "Denn das Schönste am Unternehmertum ist, alles selbst in der Hand zu haben."

Die Details zu allen Junior Companies erfahren Sie auf www.schulemachtwirtschaft.at.

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Zu den Personen:
Caroline Palfy (r.) ist neue Geschäftsführerin in der Handler Holding GmbH und verantwortet den Bereich Sustainable-Strategie. Das Familienunternehmen HANDLER ist Spezialist für hochwertige Bau- und Immobilienprojekte in Österreich.
Marieluise Krimmel ist Partnerin bei Deloitte in Wien im Bereich Audit & Assurance und ist in der Prüfung und Beratung tätig. Ihre Branchenschwerpunkte liegen neben der Industrie in der Immobilien- und der Bauwirtschaft.

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