Schlechtes Timing bei Corona-Bier-Hersteller Anheuser-Busch-InBev

Anheuser-Busch-InBev hat eben eine Österreich-Gesellschaft mit Sitz in Wien gegründet. Ein schlechtes Timing für die geplante Marken-Offensive.

Lennart Kübler, Country Manager von Anheuser-Busch InBev in Österreich

Mit seiner populären Marke Corona will Anheuser- Busch InBev in Österreich fürs Erste "etwas leiser sein".

Seine Businesspläne kann Lennart Kübler, Country Manager von Anheuser-Busch InBev in Österreich, schon wieder einstampfen. Der weltgrößte Bierkonzern, hat am 23. März eine Österreich-Gesellschaft mit Sitz in Wien eröffnet, um seine Marken wie Bud oder Stella Artois, die bisher über lokale Partner vertrieben wurden, noch stärker zu pushen.

Doch dem Österreich-Chef macht ausgerechnet ein Virus einen Strich durch die Rechnung, das zugleich den Namen eines seiner populärsten Biere trägt: Corona. "Wir werden mit der Marke zunächst einmal etwas leiser sein", gibt Kübler Abwarten als Parole aus.

"Kein Markenproblem"

Aber nutzen ihm die Schlagzeilen über Corona-Partys oder beschädigen der Schrecken und die Angst, die das Virus begleiten, die Marke nachhaltig? "Es gibt ein Kategorieproblem, kein Markenproblem", behauptet er. Die Konkurrenz von Heineken, Gösser & Co sei durch die Schließung der Lokale genauso stark betroffen. Bitter sei das vorzeitige Ende der Skisaison - das in Hütten beliebte Franziskaner Weißbier gehört ebenfalls zum Konzern.

In China, wo das Leben in eine Art Normalität zurückkommt, wird der Multi nun genau beobachten, wie sich die dort beliebte Marke Corona entwickelt. In Österreich soll vor allem Bud als globales, urbanes Bier positioniert werden.

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