Schärfere Konkurrenz für AUA und Niki: Bratislava wird Ryanair-Basis

Schärfere Konkurrenz für AUA und Niki: Bratislava wird Ryanair-Basis

Ryanair-Chef Michael O'Leary will eine Million Passagiere von Bratislava aus pro Jahr befördern.

Die irische Billigairline wird ab März 2015 von Bratislava aus 16 Destination in Europa anfliegen. Und 200 Millionen Dollar investieren. AUA-Chef Albrecht fordert, dass Fliegen teurer werden muss.

Wien/Bratislava/Dublin Der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki und der Austrian Airlines (AUA) sowie deren Heimatflughafen Wien-Schwechat erwächst vom nur 60 Kilometer entfernten Flughafen Bratislava verschärfte Konkurrenz..

Am Donnerstag hat die irische Billigfluggesellschaft Ryanair bekannt gegeben, ab März 2015 den Airport Bratislava als neue Basis für seine Europastrecken zu etablieren. Die irische Airline wird dort zwei Flugzeuge stationieren. Das Investment in Bratsilava beziffert Ryanair auf 200 Millionen Dollar (161 Millionen Euro). 1000 neue Jobs sollen entstehen. Laut Ryanair-Chef Michael O'Leary will seine Airline pro Jahr 1 Million Passagiere von Bratislava aus befördern.

Bratislava ist die 71. Basis von Ryanair, diesen Airport fliegt die Airline seit 2005 an. Auf dem Flugplan stehen 16 Destinationen mit insgesamt 60 Flügen pro Woche. Zu den Destinationen zählen Dublin (ein Flug pro Tag), London-Stansted (zweimal täglich) und London-Luton (4x wöchentlich), Mailand und Rom (4x wöchentlich), Birmingham, Brüssel, Liverpool und Paris (jeweils 3x wöchentlich), Alghero/Sardinien, Barcelona- Girona., Edinburgh, Malaga, Palma und Trapani/Sizilien (je 2x pro Woche). Neu auf dem Flugplan steht die Destination Madrid (mit drei Flügen pro Woche).

Gebühr auf die Koffer

Während Ryanair bereits Gebühren für aufgegeben Koffer verlangt, ein zweite Handgepäck allerdings gratis mitnimmt, überlegt die AUA künftig auch Gebühren auf Koffer zu kassieren - unter anderem wegen des massiven Preiskampfes. "Es ist noch nicht endgültig entschieden, aber ich kann mir schon vorstellen, dass bei Kunden, die nur von A nach B fliegen wollen, das Gepäckstück nicht inbegriffen ist", sagte AUA-Chef Jaan Albrecht vorige Woche.

Die Entscheidung über die Änderung bei den Flugtarifen soll in den nächsten Wochen fallen und im nächsten Jahr umgesetzt werden. Die AUA will ihren Passagieren mehr Flexibilität bieten. Was freilich ist erster Linie für die Fluggäste ohne Gepäck zutreffen soll. Laut Albrecht gibt es diese Kunden, die nur mit Laptop und ohne Koffer reisen, vor allem in Europa. Mit den Billigfluglinien wie Ryanair oder Easyjet seien die Fluggäste dazu "erzogen" worden. Ob die Einstiegspreise für Flugtickets so sinken werden, lasse sich nicht pauschal sagen. Generell müsste Fliegen aber irgendwann wieder teuer werden, meint der AUA-Boss.

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