Ryanair verspricht Ticketerstattungen bis Ende Juli

Nach Angaben Laudamotion-Mutter Ryanair seien Online-Reisebüros für die verzögerte Rückerstattung der Flugtickets verantwortlich. Die AUA-Mutter hatte kürzlich noch 1 Milliarde Euro offen. Der VKI vertritt alleine 5000 Laudamotion-Kunden.

Ryanair verspricht Ticketerstattungen bis Ende Juli

In Österreich warten über 5000 Kunden der Ryanair-Tochter Laudamotion auf ihr Geld für abgsagte Flüge.

Dublin. Europas größter Billigflieger Ryanair will die Erstattungen für in der Coronakrise abgesagte Flüge schneller bearbeiten. Mehr als 90 Prozent der zwischen März und Juni betroffenen Kunden sollen ihr Geld bis Ende Juli erhalten, versprach Manager Eddie Wilson laut einer Mitteilung der irischen Laudamotion-Mutter vom Freitag. Man habe zusätzliche Mitarbeiter geschult, um den Stau zu beseitigen.

Ryanair versucht seit Beginn der Corona-Krise im März Kunden der Tochter Laudamotion recht trickreich zur Umbuchung bzw. zur Inanspruchnahme eines Gutscheins ("Voucher") zu überreden. So wurde auf der Online-Buchungsseite der Knopf zur Rückerstattung des Ticketpreises als erstes inaktiv gestellt bzw entfernt. Laudamotion-Kunden, die ihre Rechte geltend machen wollten, wurden außerdem auf die englischsprachige Seite der Mutter Ryanair umgeroutet. Bis Ende Juni war es somit nicht möglich, Online die umgehende Rückzahlung des Ticketpreises eigenständig online nur mit größten Hürden zurückzufordern. Mehrfach wurden die Kunden vertröstet, unter anderem wurde ihnen avisiert, dass eine Rückzahlung erst nach Beendigung der Covi19-Krise erfolgen kann.

Der Verein für Konsumentschutz (VKI) hat daher in Österreich die Vertretung der Interessen von Laudamotion-Kunden mittel Sammelklage übernommen, die bisher um ihr Geld für die ausgefallenen Flüg umgefallen sind und keine Gutscheine akzeptieren wollen. Insgesamt haben sich alleine über 5000 Laudamotion-Kunden an den VKI gewandt. Sie haben bis Ende Juni auf ihr Geld gewartet und warten teilweise noch immer auf die Rückerstattung des Ticketpreises.

Nach EU-Recht sind Fluggesellschaften bei von ihnen stornierten Flügen verpflichtet, den Ticketpreis innerhalb von sieben Tagen zu erstatten. In der Coronakrise hatte dies auch bei anderen Gesellschaften nicht geklappt. So hat der Lufthansa-Konzern vor einer Woche angekündigt, den Stau innerhalb von sechs Wochen zu beseitigen. Es standen noch rund 1 Mrd. Euro an Erstattungen aus.

Ryanair nannte weder Zahl noch Summe der Erstattungen. Stand Ende Juni seien alle Anträge aus dem März und die Hälfte der April-Anträge bearbeitet gewesen. Das Unternehmen beschuldigte erneut Online-Reisebüros, bei ihren Buchungen gefälschte E-Mail-Adressen und virtuelle Kreditkarten zu verwenden, die nicht zu einzelnen Verbrauchern zurückverfolgt werden könnten. Die Büros müssten die Daten ihrer Kunden offenlegen, damit an diese Erstattungen fließen könnten.

Christian Winkelhofer, Managing Director Neue Technologien Accenture Österreich

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Zur Person. Martin Butollo ist seit 2013 Country CEO der Commerzbank in Österreich. Davor war Butollo für die Commerzbank und die Dresdner Bank in Frankfurt/Main in Managementfunktionen tätig. Seine berufliche Laufbahn begann bei PriceWaterhouseCoopers.

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