Exit: Niki Lauda verkauft restliche Laudamotion-Anteile an Ryanair

Exit: Niki Lauda verkauft restliche Laudamotion-Anteile an Ryanair

Abgang: Niki Lauda ist als Eigentümer raus. Ryanair schnappt sich nun auch die restlichen Anteile von Laudamotion.

Der irische Billigflieger Ryanair übernimmt auch die restlichen Anteile von Laudamotion und ist nun Alleineigentümer. Niki Lauda gibt seine 25 Prozent ab. Er bleibt aber an Bord.

Der irische Billigflieger, bislang schon Mehrheitseigentümer von Laudamotion, hat die Beteiligung an der Nachfolgeairline der zur in die Pleite geschlitterten Air Berlin gehörenden Fluglinie "Niki" von 75 auf 100 Prozent aufgestockt.

Die Transaktion ist bereits Ende Dezember 2018 erfolgt. Die Laudamotion GmbH gehört nunmehr zu 100 Prozent der irischen Ryanair Holdings Plc. Vertreter von Laudamotion haben den Verkauf nun im Rahmen einer Pressekonferenz am Wiener Flughafen bestätigt. Zum Kaufpreis wurden keine Details bekanntgegeben. Da Ryanair beim mehrheitlichen Einstieg im März 2018 aber kolportierte 100 Millionen in Laudamotion gesteckt hat, könnte bei der Übernahme der verbleibenden Anteile wieder rund ein Drittel dieser Summe geflossen sein.

Lauda bleibt mit einem Bein an Bord

Niki Lauda, der über seine NL Holding GmbH noch 25 Prozent an Laudamotion gehalten hatte, werde wie Andreas Gruber, Manging Director von Laudamotion, erklärte, als Vorsitzender des Gesellschafterausschusses weiterhin "seinen Input einbringen". Mit der Komplettübernahme soll das Wachstum der Airline gepusht werden, erklärte Gruber

Bei der von der österreichischen Bundesregierung unterstützten Übernahme der Niki-Anteile durch Niki Lauda wurde der Einstieg Laudas noch als "österreichische Lösung gefeiert. "Österreichisch" ist die Airline damit natürlich nicht mehr, allerdings ist diese Diskussion unter dem Gesichtspunkt der globalen Beteiligungen und Vernetzung von Airlines auch eine eher theoretische.

Ryanair-Chef Michael O'Leary erklärte auch, dass Laudamotion trotz der hundertprozentigen Zugehörigkeit zu Ryanair weiterhin eine österreichische Fluglinie bleiben werde. Für Laudamotion und Standort Österreich wird die Zugehörigkeit zu Ryanair jedenfalls wohl kein Nachteil sein. Als Teil des mächtigen Low-Cost-Carriers sind die Zukunftsperspektiven für Laudamotion wesentlich günstiger als im Alleingang.

Und in Österreich wird man sich über günstigere Ticketpreise und höhere Umsätze auch am Flughafen Wien freuen. Ryanair hatte den Flughafen Wien schließlich nicht im Programm und stattdessen den Flughafen Bratislava angeflogen. Für die Fahrt vom Flughafen Bratislava nach Wien wurden Shuttledienste per Bus eingerichtet.

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