Rosenbauer brechen im Halbjahr die Gewinne weg

Rosenbauer CEO Dieter Siegel

Rosenbauer CEO Dieter Siegel

Beim auf Feuerwehr- und Löschfahrzeuge spezialisierten oberösterreichischen Konzern Rosenbauer ist im ersten Halbjahr der Gewinn eingebrochen. Ursachen sind unter anderem Auslastungsprobleme wegen der politischen Lage in den Golfstaaten. Die Auftragslage wird als gut bewertet.

Bei Rosenbauer, dem Spezialisten für Feuerwehr- und Löschfahrzeuge mit Sitz in Leonding bei Linz, ist der Gewinn im ersten Halbjahr 2017 von 13,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 3,4 Millionen Euro zurückgegangen. Das EBIT reduzierte sich im gleichen Zeitraum von 18,8 auf 2,7 Millionen Euro. Der Umsatz des Konzerns ist indessen leicht gestiegen, und zwar auf 393,6 Millionen Euro (1-6/2016: 383,4 Mio €).

Rosenbauer begründet das Ergebnis mit der schwachen Auslastung infolge der politischen Lage in den Golfstaaten und der daraus resultierenden geringere Fixkostendeckung in den Werken in Leonding. Lieferungen in Europa, wie beispielsweise in die Niederlande konnten jedoch gleichzeitig gesteigert werden. Die Anlaufkosten des Bühnenherstellers Rosenbauer Rovereto sowie Einmalkosten für die Neuausrichtung der Personalstruktur in Österreich, außerplanmäßige Abschreibungen sowie Wechselkurseffekte haben das Halbjahresergebnis dem Unternehmen zufolge belastet.

Die Auftragslage habe sich in den ersten sechs Monaten "sehr zufriedenstellend" entwickelt. Auch wenn es Rückgänge in Ländern gegeben habe, die vom Ölpreis abhängen, habe es in Nordamerika und Teilen Europas ein deutliches Plus gegeben. Der Auftragsbestand lag per Ende Juni auf Vorjahresniveau.

Ausblick 2017

Für das Gesamtjahr 2017 rechnet Rosenbauer mit einer ähnlichen Entwicklung wie im Vorjahr zu rechnen. Die Unsicherheiten bezüglich der Entwicklung der Feuerwehrmärkte haben in den letzten Monaten spürbar zugenommen. Politische Spannungen und der niedrige Ölpreis könnten das Wachstum in einigen Märkten beeinträchtigen, insgesamt wird aber eine stabile Entwicklung der globalen Nachfrage nach Feuerwehrtechnik erwartet.

Damit sich das angestrebte Wachstum auf einer soliden finanziellen Basis vollziehen kann, stehen im Konzern Effizienzsteigerung und Kostenreduktion weiter im Mittelpunkt. Aufgrund der geringeren Auslastung Halbjahresergebnisses reduziert der Vorstand den Ausblick für 2017 und erwartet nun bei gleichbleibendem Konzernumsatz eine EBIT-Marge nach Sondereffekten von rund drei Prozent.

An der Börse

An der Börse notiert die Rosenbauer-Aktie (ISIN AT0000922554) aktuell bei 52,50 Euro. Das Papier hat sich seit dem Kurssturz im Jahr 2015 (Hoch: 85,16 € am 27.4.2015 noch nicht wirklich erholt und hat im vergangenen Monat wieder neun Prozent an Wert abgegeben.

Rosenbauer-Aktie (ISIN AT0000922554); 5-Jahres-Entwicklung; Stand vom 11.8.2017: 52,50 €. Für aktuelle Kursinformationen klicken Sie bitte auf den Chart.

Rosenbauer-Aktie (ISIN AT0000922554); 5-Jahres-Entwicklung; Stand vom 11.8.2017: 52,50 €. Für aktuelle Kursinformationen klicken Sie bitte auf den Chart.

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