René Benko räumt bei Karstadt auf

Nachdem der österreichische Immobilieninvestor René Benko mit seiner Signa-Gruppe die schwer angeschlagene deutschen Kaufhauskette Karstadt übernommen hat, werden nun erste Schritte gesetzt. Handelsexperte Stephan Fanderl soll das Unternehmen leiten, von insgesamt 83 Filialen könnten 23 defizitäre geschlossen werden.

René Benko räumt bei Karstadt auf

Der Handelsexperte und ehemalige Rewe-Manager Stephan Fanderl soll der neue Chef der im August vom österreichischen Immobilieninvestor René Benko und dessen Signa-Gruppe übernommenen deutschen Kaufhauskette Karstadt werden. Das Magazin "Der Spiegel" berichtet, dass sich Fanderl bei der nächsten Aufsichtsrats-Sitzung am Donnerstag zur Wahl stellen, um den Vorsitz zu übernehmen Sanierungskurs voranzutreiben. Fanderls Nachfolger im Aufsichtsrat solle sein Aufsichtsratskollege Wolfram Keil werden.

In der Sitzung am Donnerstag soll dem Aufsichtsrat außerdem ein 100 Seiten umfassendes "Sanierungs- und Zukunftskonzept" für den Konzern mit seinen 17.000 Mitarbeitern vorgelegt werden.

Fanderl soll in die Leitung der Signa Retail GmbH einsteigen, in der Benko die Karstadt-Premiumhäuser und die Karstadt-Sportgeschäfte gebündelt hat. Aktuell werden die Geschäfte der Signa Retail von Wolfram Keil und Marcus Mühlberger geführt.

Zukunft von Karstadt

Fanderls Nominierung wird vom"Spiegel" als Bestätigung gewertet, dass Benko die Kaufhauskette langfristig weiterführen will. Trotz wiederholter, eindeutiger Aussagen Benkos, dass die Karstadt-Gruppe erhalten bleiben soll, hatten insbesonders die deutschen Medien dem Frieden bisher nicht recht getraut.

Aktuell stehen 23 von insgesamt 83 Karstadt-Filialen auf dem Prüfstand. Für die verlustreichen Standorte gibt es zwar kaum noch eine Perspektive, jedoch sollen auch sie unter dem neuen Management noch eine letzte Chance erhalten, weiß die "Bild am Sonntag". "Einen Kahlschlag mit der Machete wird es nicht geben, mögliche Entlassungen werden sozialverträglich umgesetzt. Aber ohne deutliche Einschnitte, gibt es kleinen Neuanfang", zitierte die Zeitung einen Experten, der am Konzept mitgearbeitet hat.

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