Reicher Scheich: Rekordgewinn für Emirates

Sheikh Ahmed bin Saeed Al Maktoum Emirates
Sheikh Ahmed bin Saeed Al Maktoum Emirates

Sheikh Ahmed bin Saeed Al Maktoum, Gründer der Emirates Group

Die Emirates Group fliegt zu neuen Höhen. Das von Sheikh Ahmed bin Saeed Al Maktoum gegründete Unternehmen, dessen Kernstück die Emirates Airline ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordgewinn von 8,2 Milliarden Dirham (AED oder 1,96 Milliarden Euro) erzielt, um 50 Prozent mehr als im Vorjahr. An die Investment Corporation of Dubai wird eine Dividende von 2,5 Milliarden AED (600 Millionen Euro) ausgeschüttet.

Die Emirates Airline erzielte mit 7,1 Milliarden AED (1,7 Milliarden Euro) den höchsten Gewinn ihrer Geschichte, gleichzeitig wurde die Flotte um 29 neue Flugzeuge erweitert. Einzig der Umsatz war aufgrund der für die Airline nachteiligen Wechselkurse um vier Prozent rückläufig. Das zur Gruppe gehörende Air-Service-Unternehmen dnata konnte mit einer Milliarde AED (240 Millionen Euro) ebenfalls den höchsten Gewinn seiner Geschichte erzielen. Die Frachtdivision Emirates SkyCargo trug mit 14 Prozent zum Gesamttransportumsatz bei. Die Cash Balance der Emirates Group stieg dadurch auf 23,5 Milliarden AED (5,62 Milliarden Euro). In der Gruppe sind aktuell 95.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Trotz ungünstiger Währungseffekte, die unsere Umsätze und Gewinne verringert haben, sowie unsicherer weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit schwachem Konsum- und Investitionsklima und andauernden sozialpolitischen Unruhen auf allen Erdteilen, ist die Performance der Unternehmensgruppe eine Bestätigung für den Erfolg unseres Geschäftsmodels und unserer Unternehmensstrategie“, kommentiert Sheikh Ahmed, Chairman und CEO, Emirates Airline & Group.

Die Emirates Airline steht damit so gut da wie keine zweite Airline der Welt. So konnte es sich die Airline auch leisten, 17,3 Milliarden AED (4,14 Milliarden Euro) in neue Flugzeuge, Unternehmenszukäufe, moderne Einrichtungen und neueste Technologien zu investieren. Investments, mit denen die Wettbewerbsposition der Airline weiter gefestigt wird.

Die Gesamtbetriebskosten sind gegenüber 2014-15 um acht Prozent gesunken. Der durchschnittliche Kerosinpreis fiel im Laufe des Finanzjahres und trug zur Verbesserung des Gesamtergebnisses bei. Die Treibstoffkosten entsprechen aktuell einem Anteil von 26 Prozent der gesamten Betriebskosten, im Vergleich zu 35 Prozent im vergangenen Berichtszeitraum.

Das Emirates-Streckennetz umfasst aktuell 155 Destinationen in 81 Ländern auf sechs Kontinenten. 2015-16 wurden acht neue Passagierdestinationen aufgenommen: Bali, Bologna, Cebu, Clark, Istanbul-Sabiha Gökçen, Maschhad, Multan und Orlando. Columbus und Ciudad del Este wurden als reine Frachterziele neu ins Streckennetz integriert. Zudem wurden Flugfrequenzen und Kapazitäten zu 34 Städten im bestehenden Streckennetz in Afrika, Asien, Europa, dem Nahen und Mittleren Osten sowie Nordamerika erhöht.

Die Fluggesellschaft hat zum Ende des Geschäftsjahres bei der gesamten Passagier- und Frachtkapazität die Marke von 56 Milliarden Tonnen-Kilometer überschritten und erreichte 56,4 Milliarden angebotene Tonnen-Kilometer (Available Tonne Kilometres; ATKM). Damit festigte Emirates seine Position als größte internationale Fluggesellschaft der Welt. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte die Airline Kapazitäten im Berichtszeitraum um elf Prozent beziehungsweise um 5,5 Milliarden ATKM.

„Mit Blick auf das neue Geschäftsjahr erwarten wir, dass der niedrige Ölpreis sich weiterhin als zweischneidiges Schwert erweist, ein Segen für unsere Betriebskosten aber auch ein Risiko für globale Geschäfte und das Verbrauchervertrauen", meint Sheikh Ahmed. Der gegenüber anderen wichtigen Währungen starke US-Dollar bleibe genauso eine Herausforderung wie der Protektionismus in einigen Ländern.

Wirtschaft

Klimawandel: Energieverbrauch muss dramatisch sinken

Wirtschaft

Jeremy Rifkin: "Fossile Industrien werden wertlos"

Wirtschaft

Neuer Startschuss für Alibaba-Börsengang in Hongkong

Wirtschaft

Neues Online-Verzeichnis zeigt Stromtankstellen für E-Autos