Registrierkasse: Viele Unternehmen erfüllen Verordnung nicht

Registrierkasse: Viele Unternehmen erfüllen Verordnung nicht

Registrierkasse: Viele Betriebe erfüllen die Vorschriften noch nicht.

Seit dem 1. April sollte die Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) in allen heimischen Unternehmen umgesetzt sein. Eine nun in der Gastronomie und im Handel durchgeführte Untersuchung zeigt allerdings, dass noch viele Unternehmen die geltenden Vorschriften noch nicht erfüllen.

Eigentlich sollte die Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) bei allen Unternehmen seit 1. April umgesetzt sein: Aber schon davor war deutlich, dass dies nicht allen Unternehmen rechtzeitig gelingen wird. Einen Monat danach ist es Zeit für eine erste Bilanz und die ist relativ ernüchternd.

Eine vom Business-Software-Anbieter BMD angestellte Untersuchung der Registrierkassenbelege von insgesamt 239 Unternehmen - darunter große Ketten und viele kleinere Unternehmen wie Apotheken oder Trafiken - zeigte, bei rund einem Drittel Belege der vorgeschriebene, maschinenlesbare Code am Beleg (weder als QR-Code noch als Link) fehlte und die Verordnung demnach nicht umgesetzt ist.

Hinzu kommt, dass es weiterhin Unternehmen gibt, die gar keine Belege ausstellen. In Summe addiert sich der Anteil der Verordungs-säumigen Unternehmen somit auf deutlich über 40 Prozent. "Auffallend ist, dass sowohl große als auch kleinere Unternehmen nachlässig sind: So wurden 21 größere Ketten festgestellt, die noch nicht der Gesetzeslage entsprechen", weiß Markus Knasmüller von BMD.

Fehlerhafte Belege

Als alarmierend wird auch die große Anzahl fehlerhafter Belege gesehen. Fast 40 Prozent der untersuchten Belege waren nicht korrekt. Die Fehlerursachen waren vielfältig. Vor allem konnten fehlende Kassenidentifikationsnummern, abweichende Angaben zwischen Beleg und maschinenlesbarem Code sowie falsche Zuordnungen der Beträge zu den Steuersätzen im maschinenlesbaren Code eruiert werden.

Nach Branchen betrachtet zeigen sich Unterschiede. Im Handel entsprechen die Belege eher den Vorschriften als in der Gastronomie, wo im Zuge der Untersuchung mehr als die Hälfte der Kassenbons bekrittelt wurden. Das lag teilweise auch an den in den Gastronomiebetrieben verwendeten Kassen, die noch nicht den neuen Vorschriften entsprachen, aber auch im Handel war jede dritte Kasse noch nicht RKSV-tauglich.

„Grundsätzlich können diese Fehler relativ einfach mit einem Smartphone und einer beliebigen QR-Code-App erkannt werden“, erklärt Knasmüller. „Sollten sie auffallen, so sind sie möglichst rasch zu beheben und entsprechend zu dokumentieren." Als beruhigend ist zu sehen, dass die Fehler in den Belegen eher nur als geringe Mängel gelten. Problematischer wären Fehler im Datenerfassungsprotokoll. Diese können nur vom Unternehmer selbst oder seinem Kassenhersteller geprüft werden, wodurch es hierzu keinerlei Daten zur Fehlerhäufigkeit gibt.

Zusammengefasst zeigt sich, dass im Sinne der RKSV sowohl für Unternehmen als auch für Kassenhersteller noch einiges zu tun ist, den nur ein gutes Drittel der Unternehmen lieferte fehlerfreie Belege, die auch der Gesetzeslage entsprachen. In der Gastronomie waren überhaupt nur elf von 59 untersuchten Belegen einwandfrei, wobei Gastronomiebetriebe, die keine Belege ausgestellt haben in der Zählung allerdings gar nicht berücksichtigt sind.

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