Red Bull erweitert mit Bio-Quartett seine Dosenpalette

Red Bull erweitert mit Bio-Quartett seine Dosenpalette

Dose, Bio und Natur - für Red Bull keine Ausschlusskriterien bei der Bewerbung des neuen Bio-Quartett namens "Organics"

Der Salzburger Energy-Drinkhersteller Red Bull setzt auf die Bio-Schiene. Mit gleich vier neuen Getränken soll der Markt für Erfrischungsgetränke aufgemischt werden - ein Novum für Red Bull.

Red Bull und Red Bull Cola sind dem Salzburger Energy-Drinkhersteller Red Bull offenbar zu wenig. Nun steht der Energy-Dinkhersteller vor der Produkteinführung von gleich vier neuen Getränkesorten.

30 Jahre nach Gründung von Red Bull setzt der Getränkekonzern auf die Bio-Schiene, wenngleich die neuen Getränke ausschließlich in hochwertigen Alu-Dosen abgefüllt auf den Markt kommen. "Dosen sind umweltfreundlicher als Flaschen, auch als Mehrwegflaschen", heißt es bei den Bullen. Die Reinigung von Mehrwegflaschen koste wesentlich mehr Ressourcen wie Wasser und Reinigung. Zudem müsse man auch das einsammeln und den Rücktransport des Leergutes kalkulieren. Summa summarum seien die neuen mit dem Bio-Mascherl versehenen Getränke in der Alu-Dose wesentlich mehr Bio als andere Getränke, deren Inhalt in Mehrweggebinden abgepackt werden, klären die Bullen auf.

Vier Erfrischungskracherl

Die neuen Getränke gehorchen auf die Marke "Organics". In Kleingedrucktem unter dem Schriftzug der neuen Marke wurde "by Red Bull" in etwas kleineren Lettern hinzugefügt. Der Bullenkopf drückt mit dem Kopf in das "O" von Organics. In vier Geschmacksrichtungen - Ginger Ale, Tonic Water, Bitter Lemon und Simply Cola - wurde das neue Quartett aufgelegt. Ausschließlich in der Viertel-Literdose (250 ml) sind die als "Bio-Erfrischungsgetränke apostrophierten Kracherl seit Ende Juni erhältlich. Die Getränke haben laut Red Bull das EU-Bio-Siegel. Die Zutaten seien zu "100% natürlicher Herkunft sowie natürlichen Aromen aus Pflanzenextrakten - ohne künstliche Farbstoffe, ohne Konservierungsmittel und ohne Phosphorsäure".

Erhältlich sind die Getränke zunächst im österreichischen Handel, in Tankstellen und in der Gastronomie.

Red Bull wurde 1987 von Dietrich Mateschitz gegründet und spült seither Milliardengewinn in seine Kassen. Mit einem Vermögen von 9,13 Milliarden Euro ist er in Österreich auf der trend-Rangliste "Der 100 reichsten Österreicher" auf Rang 2. Die Familien Porsche & Piëch bringen es als Erste auf 35,7 Milliarden Euro. Im August 2008 hatten die Salzburger mit Red Bull Cola das zweite Produkt eingeführt. In den USA im Heimmarkt von Coca Cola und Pepsi hat der Absatz nicht gepasst., sodass die Bullen-Kola im Jahr 2011 aus dem US-Markt genommen wurde. In Europa ist es weiterhin erhältlich.

Und dennoch: Red Bull wird von der Konkurrenz - vor allem Coca Cola und Pepsi intensiv beobachtet. Lange Zeit galt der Energy-Drink vor allem bei Coca Cola als absoluter Außenseiter und wurde unterschätzt. "Die Red-Bull-Story ist einzigartig und wurde von der Konkurrenz lange unterschätzt", bekannte auch ein Coca-Cola-Manager. Seit dem Erfolg verfolge man genau, was die Leute rund um Dietrich Mateschitz machen, um ihr Produkt in die Pole Position zu bringen oder dort zu halten. In den 1990er-Jahren und der andauernden Erfolgsstory von Red Bull hatte sich das Blatt allerdings gewandelt. Auch die beiden Colabrausen-Hersteller haben seither im Energy-Drinkbereich nachgezogen.

Brigitte Ederer

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