Red Bull 2015 mit höchstem Jahresgewinn in der Firmengeschichte

Der Gewinn von Red Bull ist im Jahr 2015 um 35 Prozent gestiegen. Das freut vor allem die Eigentümer, an die die Hälfte des Jahresgewinns ausgeschüttet wird. Ein Ende der Erfolgsstory ist auch 2016 nicht in Sicht.

Red Bull 2015 mit höchstem Jahresgewinn in der Firmengeschichte

Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz erhält 122,7 Millionen Euro vom Gewinn 2015.

Da braucht es keine Formel-eins-Erfolge oder Champions-League-Teilnahmen: Red Bull war 2015 erfolgreicher denn je zuvor. Aus dem soeben hinterlegten Jahresabschluss geht hervor, dass der Salzburger Energydrink-Erzeuger mit 501 Millionen Euro den höchsten Jahresgewinn seiner Geschichte geschrieben hat. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt 35 Prozent. Der Umsatz legte um 20 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zu, das operative Ergebnis sogar um 90 Prozent auf 633,3 Millionen Euro.

Bisher war 2012 das erfolgreichste Jahr des von Dietrich Mateschitz gegründeten Konzerns gewesen. Nur bei der Umsatzrendite - dem Verhältnis des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) zum Umsatz – wurde knapp der Rekord verfehlt: 2015 betrug sie 21,6 Prozent. Drei Jahre davor waren es 22,2 Prozent gewesen.

Über die sprudelnden Gewinne freuen sich vor allem die Eigentümer. Exakt die Hälfte des Jahresgewinns – 250,5 Millionen Euro – wird ausgeschüttet. 49-Prozent-Eigentümer Mateschitz erhält folglich 122,7 Millionen Euro, die thailändischen Familie Yoovidhya 127,8 Millionen Euro. Ziemlich entspannt liest sich der Lagebericht des Unternehmens mit fast 11.000 Mitarbeitern: „Wir gehen davon aus“, heißt es da trocken, „dass auch 2016 die Unternehmensgewinne weiter steigen.“

Facts

Red Bull wurde 1987 gegründet. Das Getränk ist aktuell in 169 Ländern der Welt erhältlich. 2015 wurden weltweit 5,957 Milliarden Dosen Red Bull verkauft, das bedeutet ein Plus von 6,1 Prozent gegenüber 2014. Der Unternehmensumsatz wuchs preis- und währungsbedingt sogar um 15,5 Prozent von 5,1 Milliarden Euro auf 5,9 Milliarden Euro. Hauptgründe für die positiven Zahlen sind die hervorragende Absatzentwicklung in den Red Bull-Märkten Türkei (+25 Prozent), Südafrika (+19 Prozent), Saudi-Arabien (+19 Prozent), Indien (+18 Prozent), Polen (+18 Prozent) sowie Deutschland (+16 Prozent), eine Preiserhöhung in den USA, der schwächere Euro-Wechselkurs, konsequentes Kostenmanagement und die Fortführung entsprechender Markeninvestitionen.

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