Raus aus russischem Gas - womit wir in Zukunft heizen wollen

Die große trend-Umfrage: wie die Abhängigkeit von Russland beurteilt wird - und welches Heizsystem die Österreicher wählen würden, wenn sie neu starten könnten.

Raus aus russischem Gas - womit wir in Zukunft heizen wollen

Wenige Tage vor der Eskalation in der Ostukraine durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin fragte das Linzer market-Institut für den trend, ob man die Abhängigkeit von russischem Gas verringern solle. 56 Prozent antworteten mit einem klaren Ja - gut möglich, dass es inzwischen noch mehr sind. Je älter die Befragten sind, umso stärker befürworten sie eine Loslösung vom Energiespender Putin. 13 Prozent antworten übrigens mit Nein, neun Prozent geben an, es sei ihnen gleichgültig.

Während im Zuge der jüngsten Spannungen mehr und mehr Politiker in Europa für eine Diversifizierung der Gasquellen plädieren, bleibt die größere Frage bestehen, womit Gas mittelfristig ersetzt werden kann - im Heizbereich ist es vor allem im Osten Österreichs dominant. Immerhin 30 Prozent der Befragten sagen jedoch, dass in den kommenden fünf Jahren in ihrem Haus oder ihrer Wohnung Änderungen geplant sind, neun Prozent gehen sogar sicher davon aus. Da die Abschaffung von Öl-, Gas-und Kohleheizungen politisch beschlossen ist, ist die Suche nach Alternativen also in vollem Gange.

Am populärsten ist dabei eindeutig die Wärmepumpe, die Wärme aus Luft, Erde oder dem Grundwasser nutzt. Für 32 Prozent der Österreicher ist dieses System, wenn sie neu starten könnten, die erste Wahl. Plan B ist Sonnenenergie, also Solarthermie fürs Warmwasser bzw. Photovoltaik als Stromquelle fürs Heizen. Holzöfen folgen auf Platz drei: ob mit Pellets, Hackschnitzeln oder Scheitholz befeuert. Fast gleichauf liegen Fern- bzw. Nahwärme.

Durchaus spannungsvoll sind die Alterskorrelationen in der Umfrage. Während logischerweise mehr Jüngere angeben, in nächster Zeit das Heizsystem ändern zu wollen, "setzen sich die Älteren inhaltlich stärker mit dem Thema auseinander", liest market-Expertin Birgit Starmayr aus den Daten. In diesem Bereich wäre also ein Dialog zwischen den Generationen wünschenswert.


Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie auch in der trend. PREMIUM Ausgabe vom 25.02.2022.

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