Raiffeisen-Risikochef Strobl künftig nur noch RBI-Vostand

Johann Strobl zieht sich als Risikochef bei der Raiffeisen Zentralbank (RZB) zurück und wird künftig nur noch dem Vorstand der Osteuropa-Tochter Raiffeisen Bank International (RBI) angehören. Die Bankengruppe will Teile neu organisieren und sich für den strengeren Kapitalvorschriften rüsten.

Raiffeisen-Risikochef Strobl künftig nur noch RBI-Vostand

Künftig nur noch RBI-Vostandsmitglied: Raiffeisen-Risikochef Johann Strobl.

Raiffeisen-Risikochef Johann Strobl verlässt das Führungsgremium des Spitzeninstituts Raiffeisen Zentralbank. Er werde künftig lediglich dem Vorstand der börsennotierten Osteuropa-Tochter Raiffeisen Bank International angehören, kündigte Strobl am Montag in einer Telefonkonferenz an. Von seiner Funktion als Risikochef der RZB, die er parallel innehatte, trete er zurück.

Grund dafür sei eine Neuorganisation in Teilen der Bankengruppe, mit der sich Raiffeisen für die strengeren Kapitalvorschriften rüsten will. Die RZB will sich überschüssiges Kapital der RBI - also jenes Kapital, das über die Mindestanforderung der Aufseher hinausgeht - künftig anrechnen lassen und damit ihre Kapitalquote steigern. Im Gegenzug hätten die Aufseher darauf gedrungen, dass die RZB und ihre Tochter RBI einige Bereiche wie das Risikomanagement oder die Rechts- und Compliance-Abteilung getrennt voneinander führen, erläuterte Strobl. Damit könne er künftig nicht mehr Risikochef der RZB und der RBI sein.

RZB meisterte Stresstest ohne Probleme

Die RZB wird als Spitzeninstitut der Raiffeisen-Gruppe künftig von der EZB überwacht. Den Stresstest bestand sie ohne Probleme. Auch die vertiefte Bilanzprüfung habe für keine negativen Überraschungen gesorgt, sagte Strobl. "Wir bestätigen unsere Prognose für Risikovorsorgen zwischen 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro für 2014."

In Ungarn habe die RBI angesichts des neuen Gesetzes zu den umstrittenen Fremdwährungskrediten in den ersten drei Quartalen 272 Millionen Euro zurückgestellt, sagte RBI-Chef Karl Sevelda. Das sei etwas mehr als die zuvor erwarteten 240 Millionen Euro. Die ungarische Regierung zwingt Finanzinstitute unter anderem dazu, rückwirkend Zinsen und Gebühren für Kredite zu senken.

RBI erwartet 2014 einen Verlust von bis zu 500 Millionen Euro

Die westlichen Sanktionen gegen Russland würden die Geschäfte der dortigen Tochter derzeit nicht stark beeinträchtigen, sagte Sevelda. Mittelfristig könne die Bank das jedoch nicht ausschließen, bekräftigte er. In der Ukraine, wo die Raiffeisen-Tochter Aval zu den wichtigsten Banken des Landes zählt, müsse die RBI im dritten Quartal weitere rund 30 Millionen Euro abschreiben. Die Ergebnisse für das dritte Quartal will die Bank am 20. November veröffentlichen.

Für das Gesamtjahr erwartet die RBI weiterhin einen Verlust von bis zu 500 Millionen Euro, bekräftigte Sevelda. Dabei drohten dem Institut neben den Problemen in Ungarn und der Ukraine auch Abschreibungen in Polen und bei latenten Steuern. Ob es dazu komme, sei noch nicht klar, sagte Sevelda.

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