Produktionsstopp bei Volkswagen: VW-Werke werden stillgelegt

Die Werke der Marke Volkswagen werden wegen der Corona-Crise für zwei Wochen lang stillgelegt. Die Maßnahme zum Schutz der Mitarbeiter hat auch Ursachen in der Lieferkette.

Die Volkswagen Fabrik in Wolfsburg

Die Volkswagen Fabrik in Wolfsburg

Die Marke Volkswagen Pkw (VW) fährt ihre Produktion in den europäischen Werken herunter. Betroffen sind auch Werke der Volkswagen Konzern Komponente.

Gründe für den Produktionsstopp sind der sich abzeichnende Einbruch der Nachfrage auf den Automobilmärkten, die Probleme aus den Lieferketten der Zulieferer, das sich weiter ausbreitende Corona-Virus und behördliche Einschränkungen.

Die Fabriken bleiben zunächst für voraussichtlich zwei Wochen geschlossen. Für die betroffenen deutschen Standorte gilt die Regelung ab Donnerstag (19. März) mit dem Ende der Spätschicht.

„Die Ausbreitung des Corona-Virus in Europa belastet die Nachfragesituation zunehmend. Zugleich wird die Versorgung unserer Werke mit Zulieferteilen immer schwieriger", sagt Ralf Brandstätter, COO der Marke Volkswagen Pkw, "Wir sind überzeugt, dass dies auch im Sinne der Beschäftigten ist, deren Sorge angesichts der Corona-Ausbreitung zusehend wächst.“

"Nicht einfach weitermachen, als wäre nichts passiert."

Betriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh begrüßte den Produktionsstopp: „In Zeiten, in denen die Menschen nicht mehr auf Spielplätze, zu Konzerten, in die Kirche oder abends ins Restaurant dürfen – und auch keine Autos mehr kaufen und Volkswagen Zuliefererprobleme hat – da kann die Produktion nicht einfach weiterlaufen, als wäre nichts passiert." Es gäbe für ihn keine Alternative zur Einstellung der Fertigung. Alle weiteren Punkte würden zwischen Unternehmen und Betriebsrat geklärt.

Geschlossen sind bereits die Betriebsrestaurants, SB-Shops, Cafeterias, Bistros, Casino und Catering geschlossen, Konferenzen werden generell per Skype bzw. Video durchgeführt, Großveranstaltungen wurden flächendeckend abgesagt.

Besonderer Schutz gilt überdies für Beschäftigte mit besonderer gesundheitlicher Gefährdung aufgrund von Vorerkrankungen unter anderem des Herzens, der Lunge und geschwächtem Immunsystem.

Einschränkungen für Mitarbeiter

Beschäftigten, die seit dem 14. März aus dem Ausland zurückkehren, wird für die Dauer der Inkubationszeit von 14 Tagen untersagt, das Betriebsgelände sowie weitere Liegenschaften der Volkswagen AG zu betreten.

Um die Übertragung des Virus möglichst gering zu halten werden die Mitarbeiter angehalten, Kontakte weitgehend zu reduzieren . Führungskräfte und Beschäftigte sollen Möglichkeiten des mobilen Arbeitens, also der Arbeit von zu Hause, prüfen. Mobiles Arbeiten ist dabei bis zu fünf Tage pro Woche möglich.

Für VW-Miratbeiter gilt außerdem ein generelles Dienstreiseverbot — werksübergreifend und ebenso ins Ausland. Davon betroffen sind auch die Verkehre zwischen den Werken. Die internen Shuttle-Flüge zwischen den Standorten wurden bereits eingestellt.

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