Probleme bei Sportsender ESPN machen Disney zu schaffen

Probleme bei Sportsender ESPN machen Disney zu schaffen

Der Sportsender ESPN wird für den Walt-Disney-Konzern zunehmend zur Belastung. Rückläufige Werbeeinnahmen und eine geringere Zahl von Abonnenten drückten auf das Geschäft. Das Unternehmen steigerte nach Angaben vom Dienstag den Gewinn im abgelaufenen Quartal leicht auf 2,14 Mrd. Dollar (1,88 Mrd. Euro), der Umsatz legte um eine halbe Milliarde auf 12,97 Mrd. Dollar zu.

Es war das erste Mal seit mindestens zwei Jahren, dass der Disney-Konzern die Erwartungen der Analysten verfehlte. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel 4,5 Prozent.

Besser lief es dagegen im Kinogeschäft. Die anhaltende Beliebtheit des jüngsten Teils der "Star-Wars"-Saga und der überraschende Erfolg des Animationsfilms "Zootopia" ließen hier die Kassen klingeln, der Umsatz legte um ein Fünftel zu. Star-Wars-Erfinder George Lucas hatte Lucasfilm 2012 an Disney verkauft. Zu dem Konzern gehören darüber hinaus noch Freizeitparks sowie das Mediengeschäft mit den Disney-Fernsehkanälen, ESPN und dem Sender ABC.

Medienkonzernen wie Disney macht seit längerem zu schaffen, dass insbesondere jüngere Menschen Sendungen im Internet ansehen und sich seltener für einen Kabel-Anschluss entscheiden.

Auch der Videospielbereich leidet unter der Konkurrenz aus dem Web. Disney gibt angesichts sinkender Verkäufe seine Videospiel-Reihe "Infinity" auf. Der Ausstieg wird insgesamt 147 Mio. Dollar kosten, wie wie der Konzern weiter mitteilte. Als Folge werden auch 250 bis 300 Stellen abgebaut und ein Entwicklerstudio geschlossen, sagte eine Sprecherin dem "Wall Street Journal".

"Infinity" gehörte zu den ersten Konsolen-Spielen, bei denen zusätzlich zur Software auch Figuren verkauft wurden, die per Funkchip ins Spiel eingebunden werden. Das erwies sich als äußerst lukratives Geschäftsmodell, inzwischen ließ das Interesse aber nach, ebenso wie beim Pionier "Skylanders" der Firma Activision Blizzard. Außerdem gibt es in dem Bereich mehr Konkurrenz mit Nintendos "Amiibo" und zuletzt auch "Lego Dimensions".

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