Privatstiftungen: Ausbruch aus dem goldenen Käfig

Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs

Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs

Die Regierung novelliert das Privatstiftungsrecht mehr Rechte für Stifter, Erleichterungen bei der Abspaltung von Substiftungen, Haftungsbefreiungen. Aber die Stärkung der Begünstigtenrechte dürfte vom Tisch sein.

Der Reformbedarf im Stiftungsrecht ist evident. In den letzten Jahren waren Unternehmensanteile in Stiftungen schon "wie in einem goldenen Käfig eingesperrt" - wie es Berndorf-Eigentümer Norbert Zimmermann 2017 im trend formulierte. Manche Stiftungen wanderten deshalb sogar aus Österreich ab.

FP-Staatssekretär Hubert Fuchs ist in der Regierung für Privatstiftungen zuständig. Hinter den Kulissen wird an Änderungen gearbeitet, die gemeinsam mit der Steuerreform 2020 in Kraft treten sollen. Für das Finanzministerium ist etwa Steuerberater Eduard Lechner mit einer Lösung beschäftigt, wie man Vermögensübertragungen auf Substiftungen steuerneutral gestalten könnte. Die Abspaltung von Substiftungen soll das Versteinerungsproblem teilweise lösen.

In der Vorbereitung haben sich Fuchs & Co auch mit erfahrenen Stiftern abgesprochen, darunter auch Cattina Leitner (Custos Privatstiftung). Die Frau von Andritz-Chef Wolfgang Leitner macht sich wie andere einflussreiche Unternehmer auch für eine Stärkung der Begünstigten- und Letztbegünstigtenrechte stark.


Der Bericht ist ein Auszug aus dem Artikel "Ausbruch aus dem goldenen Käfig" aus der trend-Ausgabe 47/2018 vom 23.11.2018

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