Post verteuert Porto für Briefe und Pakete

Post verteuert Porto für Briefe und Pakete

Die Österreichische Post erhöht ab dem Jahr 2015 das Porto für Briefe und Pakete. Der Standard-Brief wird ab 1. März 2015 um 9,7 Prozent teurer - von 62 auf 68 Cent. Das Porto auf Pakete wird bereits mit dem 1. Jänner 2015 erhöht - die Beförderung des Standard-Paket wird um rund drei Prozent teurer. Einfacher Grund: Die Inflation.

Wien Briefe versenden wird ab 1. März 2015 teurer. Die Österreichische Post AG verteuert das Porto für den Standard-Inlandsbrief (bis 20 Gramm) mit Zustellung am nächsten Werktag per 1. März 2015 von derzeit 62 auf 68 Cent. Das entspricht einer Steigerung von rund 9,7 Prozent. Diese Preisanhebung sei inflationsbedingt, erklärte das Unternehmen am Dienstag.

Die "Economy"-Variante für Business Kunden (ab 1000 Stück und mit längerer Laufzeit) kostet künftig 62 Cent statt momentan 57 Cent. Die Tarifanpassungen der weiteren Formate Standard Plus, Maxi und Maxi Plus erfolgen in einer ähnlichen Bandbreite, heißt es. Beim "Großbrief", der im E-Commerce stark genutzt wird, steigt der Preis von 3,80 auf 4,00 Euro.

Pakete werden ab Jänner teurer

Auch Pakete müssen künftig mit einem höheren Porto frankiert werden. Das Inlandspaket bis 2 Kilogramm kostet schon mit 1. Jänner 2015 mehr: Statt 4,47 künftig 4,60 Euro. Je nach Gewichtsklasse steigt die Portogebühr für Pakete im Schnitt um je 3 Prozent. Auch Auslandspakete werden teurer, wobei sich jene innerhalb Europas nur leicht verteuern, jene außerhalb Europas im Schnitt um 3 Prozent mehr kosten, sagte ein Post-Sprecher auf APA-Anfrage.

Die Post begründet den Schritt mit steigenden Kosten und stetig sinkenden Briefmengen, weist aber darauf hin, dass die inflationsbedingte Preisänderung die erste Erhöhung seit Mai 2011 sei. "Durch die Einführung des neuen Tarifmodells soll es gelingen, auch mittelfristig einen Ausgleich zwischen dem strukturell rückläufigen Briefgeschäft einerseits und den stetig steigenden Personalkosten andererseits zu schaffen", teilte das börsennotierte Unternehmen am Dienstag ad hoc mit.

Über 10 Prozent

Der Preis für Standard-Plus-Briefe (bis 50 Gramm) steigt von 90 Cent auf 1 Euro, die Maxi-Variante (bis 500 Gramm) kostet ab März 2015 1,60 statt 1,45 Euro. Maxi-Plus-Briefe (bis 1000 Gramm) verteuern sich von 2,90 auf 3,20 Euro. Im Durchschnitt führt die Tariferhöhung laut Post für jeden Österreicher zu Zusatzkosten von knapp einem Euro pro Jahr. Der jährliche Portoaufwand pro Person für den Briefversand liege im Schnitt bei 12 Euro.

Genehmigt wurde die Tarifanpassung von der Regulierungsbehörde am Montag dieser Woche. Die letzte Preiserhöhung erfolgte per 1. Mai 2011.

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