Post-Ergebnis "unspektakulär, aber zufriedenstellend"

Post-Chef Georg Pölzl

Post-Chef Georg Pölzl

Mit einem stabilen Umsatz und einem leichten Gewinnanstieg ist die Österreichische Post in das Jahr 2019 gestartet.

"Unser Ergebnis ist relativ unspektakulär, aber zufriedenstellend", erklärte Post-Chef Georg Pölzl mit Blick auf die Turbulenzen am internationalen Postmarkt mit Gewinnwarnungen und Vorstandsrücktritten.

Der Trend rückläufiger Briefumsätze und hoher Wachstumsraten im Paketgeschäft setzte sich auch im ersten Quartal 2019 fort. Dementsprechend plant die Post, weiter in das Paketgeschäft zu investieren. Die Post will heuer einen Umsatz und einen operativen Gewinn auf Vorjahresniveau schreiben, also jenes "Ergebnis liefern, dass die Anleger von uns erwarten", sagte Pölzl.

Die börsenotierte Post (ISIN AT0000APOST4) bereitet sich gerade auf die Übernahme des DHL-Paketgeschäfts in Österreich mit 200 Mitarbeitern, zehn Zustellbasen und drei Verteilzentren vor. Derzeit laufe die Prüfung durch die Kartellbehörden. "Wir rechnen mit einem Bescheid zur Jahresmitte". Die Gespräche mit der Bundeswettbewerbsbehörde wollte Pölzl nicht kommentieren. Auflagen seien dabei kein Thema.

Details aus den Ergebnissen

Im Briefgeschäft ging das Volumen im ersten Quartal um 3,5 Prozent zurück, für das Gesamtjahr erwartet die Post einen Rückgang um fünf Prozent. Umsatzmäßig war der Rückgang geringer. Pölzl begründete das mit der neuen Produkt- und Preisstruktur. Die Post hatte Mitte 2018 neue, teurere Tarife ("Prio" und "Eco") eingeführt.

Unter Druck ist auch der Werbemarkt. Einerseits gebe es einen Rückgang bei unadressierter Werbung, weil der Einzelhandel bei den Flugblättern spart, andererseits sei auch die adressierte Werbung rückläufig, weil Unternehmen nach der Datenschutz-Grundverordnung verunsichert seien, ob sie ihren Kunden noch Werbung schicken dürfen, erklärte Pölzl.

Ende 2019 läuft die langjährige Partnerschaft der Post mit der BAWAG P.S.K. aus. Künftig kooperiert die Post die Post bei Finanzdienstleistungen mit der Grazer Wechselseitigen (GraWe) und hat dafür 80 Prozent an der Brüll Kallmus Bank erworben. Derzeit laufe das Genehmigungsverfahren und parallel dazu die Vorbereitungen für den Start, berichtete Pölzl.

Die Post hat im ersten Quartal einen stabilen Umsatz verzeichnet. Er stieg leicht von 492,5 Millionen Euro, nach 490,6 Millionen Euro im ersten Quartal 2018. Der Nettogewinn legte um 3,5 Prozent, von 41,8 auf 43,3 Millionen Euro, zu. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 57,4 Millionen Euro um 1,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Den Rückgang im Briefgeschäft glich einmal mehr der Online-Handel aus. Im Paketgeschäft stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten um 6,7 Prozent, während der Umsatz mit Briefen, Werbepost und Filialen um 1,4 Prozent sank.

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