Post schickt E-Brief auf die Reise

Post schickt E-Brief auf die Reise

Die Post schupft nun den E-Brief ins E-Postfach.

Die Österreichische Post AG hat bietet mit dem E-Brief ein neues Service an. Zu diesem Zwecke hat sich die Post an einem Start-up beteiligt.

Flexibel wie ein E-Mail, sicher wie ein Brief und kostenlos ", so lautet das Versprechen, das die Österreichische Post AG anlässlich der Einführung vom E-Brief abgibt. Das jüngste Service wird ab heute eingeführt. Das Versprechen "kostenlos" bezieht sich freilich auf den Empfang und das Einrichten eines elektronischen Postfachs, das notwendig ist, um E-Briefe zu empfangen. Der Absender muss für den Postversand weiterhin bezahlen.

Rechnungen, Verträge und andere wichtige Dokumente sollen so schnell, bequem und zuverlässig in digitaler Form zugestellt werden. er Empfänger wird über den Eingang neuer Sendungen bis hin zur Dokumentenfreigabe durch die Handy-Signatur benachrichtigt. Und ein besonderes Zuckerl: Der Kunde kann von überall auf die digitalen Schriftstücke zugreifen.

Die Post verspricht mit dem E-Mail-Service einen gegenüber dem herkömmlichen E-Mail höheren Sicherheitsstandard. Sensible Dokumente oder Empfängerdaten hinterlegt der E-Brief laut Post AG in einem sicherheitstechnisch geprüften E-Briefkasten. Das Auslesen von Daten würde demanch unterbunden und das Briefgeheimnis gewahrt bleiben.

An der Abwicklung beteiligt ist das erst im Jahr 222 gegründete Start-up sendhybrid. Das Unternehmen ist für die Abwicklung des E-Briefs samt Dokumentenmanagement zuständig. Die Post AG ist im September 2016 mit einem Geschäftsanteil von 26 Prozent an sendhybrid beteiligt. Geschäftsführer und Gründer Oliver Bernecker hält 57 Prozent der Geschäftsanteile, Co-Geschäftsführer und Mitgründer Peter Danner ist mit mit 17 Prozent an der GmbH beteiligt.

Neben Wien und Graz hat das Unternehmen Tochterunternehmen in Serbiens Hauptstadt Belgrad sowie in den USA in der Steueroase in Delaware.

Sieben prominente Starter

„Wir starten mit großen Versendern aus verschiedenen Branchen, wie Erste Bank und Sparkassen, Helvetia Versicherung, der BAWAG P.S.K. AG und Easybank, dem Mobilfunkanbieter Drei, der Erzdiözese Wien oder KSV 1870“, sagt Walter Hitziger, Vorstand Brief, Werbepost & Filialen der Österreichischen Post. Es sollen freilich laufend neue Unternehmen hinzukommen.

Durch die Kombination von Portal und E-Mail ist eine hohe Sicherheit und eine nachweisliche Zustellung für Versender und Empfänger gewährleistet.

Keine Angst vor Kannibalisierung

Dass die Post damit ihr eigenes Kerngeschäft, die Briefzustellung, kannibalisiert glaubt Post-Vorstand Hitziger nicht. „Die Digitalisierung kommt nicht, sie ist schon da. 60 Prozent der Telefonrechnungen sehen kein Briefkuvert mehr. Sich dem entgegenzustellen wird diese Entwicklung nicht aufhalten. Daher bieten wir den E-Brief als Dienstleistung an und überlassen die Wahl zwischen physischer und digitaler Zustellung den Kunden“, erklärt Postfuchs Hitziger die Beweggründe hinter dem neuen Produkt.

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