Porsche Holding Salzburg: Mit Schwung Richtung E-Mobilität

Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung Porsche Holding Salzburg

Porsche Holding Salzburg Chef Hans Peter Schützinger hält in Österreich die Plätze 1, 2 und 3 im PKW-Handel. Und will 2020 auch bei der E-Mobilität ganz oben aufs Stockerl.

Die Automobilindustrie ist im Umbruch, der Volkswagen-Konzern steht vor dem Start in seine E-Mobilitäy-Ära. Mit einer fast uneinholbar starken Marktposition in Österreich geht Porsche Holding Salzburg Chef Hans Peter Schützinger zuversichtlich in das nächste Jahrzehnt.

Österreich, das Land der Volkswagen-Fahrer: Jedes dritte in Österreich zugelassene Auto stammt von einer der sieben Pkw-Marken des Volkswagen-Konzerns. Mit einem Marktanteil von insgesamt 34,9 Prozent ist die Volkswagen-Gruppe bei den Neuzulassungen 2019 unangefochtener Marktführer. Und der Konzern hält in Österreich gleich noch einen Rekord, den es sonst wohl nur im Skifahren gibt: Die hier meistverkauften drei Automarken kommen allesamt aus dem Volkswagen-Stall.

Die bei der Jahrespressekonferenz der Volkswagen-Konzernvertriebsgesellschaft Porsche Holding Salzburg (PHS) vorgelegten vorläufigen Zahlen zu den Neuzulassungen 2019 zeigen, dass in Österreich von Jänner bis November 49.225 Pkw der Marke Volkswagen, 25.745 Pkw der Marke Skoda und 19.061 Autos der Marke SEAT verkauft wurden - was die Plätze 1, 2 und 3 im österreichischen Pkw-Handel bedeutet. „Diese Reihung findet man meines Wissens in keinem anderen Land dieser Welt. Es macht uns sehr glücklich, dass die Österreicherinnen und Österreicher unsere Marken und Modelle so schätzen und diese auch kaufen“, sagt dazu Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung der PHS.

Die gesamten Absatzzahlen des in 29 Ländern der Welt aktiven Unternehmens können sich ebenfalls mehr sehen lassen. Mit Jahresende erwartet die PHS ein Neuwagen-Absatzvolumen von 757.200 Fahrzeugen und damit eine Steigerung von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Auch wenn sich das stetige Wachstum in den für uns relevanten Neuwagenmärkten abkühlt, ist es uns in diesem Jahr gelungen, unsere Marktperformance mit den Marken des Volkswagen Konzerns im Groß- und im Einzelhandel zu halten oder sogar weiter auszubauen“, betont Schützinger.

Bereit für das E-Mobility-Zeitalter

Die Porsche Holding Salzburg ist damit auch für die im wahrsten Sinn des Wortes spannungsgeladene Zukunft bestens positioniert. Im Jahr 2020 startet der Volkswagen-Konzern mit völlig neu konzipierten Modellen in das Zeitalter der E-Mobilität. Aufbauend auf der Basis des neuen MEB (Modularer Elektrifizierungs-Baukasten) rollt über mehrere Marken eine E-Mobilitätsoffensive an, deren erstes Modell der Volkswagen ID.3 sein wird.

Der ID.3 läuft gegen Jahresmitte vom Band und wird in drei unterschiedlichen Batteriegrößen erhältlich sein, die Reichweiten bis zu 550 Kilometer ermöglichen. Weitere Modellvarianten des ID werden folgen, ebenso wie rein elektrisch angetriebene Modelle von Skoda (Vision IV) und SEAT (el-Born) und der Premiummarken Audi und Porsche.

Mit dem VW ID.3 rollt der Volkswagen-Konzern ab Jahresmitte Richtung E-Zeitalter.

Mit dem VW ID.3 rollt der Volkswagen-Konzern ab Jahresmitte Richtung E-Zeitalter.

Der ID.3 wird ab April 2020 in Österreich bestellbar sein. Mit einem Einstiegspreis von rund 30.000 Euro wird er auf dem Niveau vergleichbarer Dieselmodelle liegen und damit auch eine breite Bevölkerungsschicht ansprechen. Für Volkswagen ein entscheidender Beitrag zur Demokratisierung des umweltfreundlichen Elektro-Antriebs, der der Technologie schließlich auch zum Durchbruch verhelfen soll.

„Wir bereiten unsere Händler und Servicepartner bereits intensiv auf die E-Mobilität vor. Auch mit unserer Marke MOON bieten wir individuelle Ladelösungen für Privat- und Unternehmerkunden sowie den kommunalen Bereich oder auch Einkaufszentren an“, erklärt Schützinger. MOON - damit spricht Schützinger MOON-Power an, ein von der PHS entwickeltes Angebot für zukunftssichere Ladehardware, nachhaltige und dezentrale Stromerzeugung, kosteneffiziente Speichersysteme, Beratung, Service und Installation.

Die Frage des Antriebs

Abzuwarten bleibt, wie die breite E-Offensive angenommen wird. Bisher hatten die die alternativen Antriebe in Österreich einen schweren Stand, wenngleich die Zulassungszahlen auch steil nach oben zeigen. Bis Ende November wurden in Österreich 23.766 Neuwagen mit alternativen Antrieben zugelassen, eine Steigerung von 51,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die alternativen Antriebsformen erhöhten ihren Anteil damit auf 7,7 Prozent, was ein Plus von 2,9 Prozentpunkten bedeutet. Den größten Anteil daran haben Modelle mit Hybridtechnologie, deren Marktanteil aktuell 4,8 Prozent beträgt (+ 2,0 %). Auch die reinen Elektrofahrzeuge steigerten ihren Marktanteil um 0,8 Prozent auf 2,8 Prozent.

Kein Wachstum verzeichneten bisher die Modelle mit Erdgasantrieb (CNG), die unverändert bei 0,2 Prozent Marktanteil liegen. Eine im Juni zwischen der PHS und der OMV geschlossene Kooperation soll jedoch auch die CNG-Mobilität auf die Straßen bringen. Die OMV wird bis zu zehn Millionen Euro in das CNG-Netz investieren, aus der Volkswagen-Gruppe gibt es bereits breites Modellangebot an erdgasbetriebenen und somit schadstoffarmen Fahrzeugen. Erdgas-Autos verursachen um bis zu 25 Prozent weniger CO2 , um 75 Prozent weniger Stickoxide und um 98 Prozent weniger Feinstaub.

Einen längeren Atem dürfte hierzulande auch noch der Diesel haben. Der Dieselanteil am Gesamtmarkt ging zwar 2019 weiter zurück, jedoch nicht mehr im Ausmaß der vorangegangenen Jahre. Per Ende November lag er mit 38,2 Prozent, um 2,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Der Benzinanteil blieb mit 54 Prozent hingegen unverändert. Im gleichen Zeitraum gelang es der Marke Volkswagen ihren Dieselanteil wieder zu steigern. Mit 53,4 Prozent (+ 2,8 Prozentpunkte) liegt der Dieselanteil bei Volkswagen deutlich über dem Marktschnitt.

Ausblick auf 2020

Für das Jahr 2020 rechnet die PHS mit einem annähernd gleichbleibenden Marktumfeld. E-Mobilität und andere alternative Antriebsformen sollen neben den klassischen Verbrennungsmotoren etabliert werden. Im Bereich der Fahrzeugfinanzierungen und beim Fuhrparkmanagement will man mit der Porsche Bank, die Führungsposition am Markt weiter ausbauen. Von der Porsche Bank werden 45 Prozent der Volkswagen Konzernmarken finanziert. Die Bilanzsumme der Porsche Bank Gruppe beträgt 6,6 Milliarden Euro. 1,8 Millionen Kundenverträge für Finanzierung, Versicherung und Wartung werden von der Bank verwaltet.

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