Pirelli gibt beim Börse-Comeback kräftig Gummi

Pirelli hat bei der Rückkehr an die Börse die Anleger anzgezogen.

Pirelli hat bei der Rückkehr an die Börse die Anleger anzgezogen.

Pirelli ist an die Mailänder Börse zurückgerollt. Die Anleger hatten auf das Comeback des Pneu-Spezialisten offenbar bereits gewartet. Die Nachfrage war weit höher als das Angebot.

Das Börse-Comeback des italienischen Reifenherstellers Pirelli (ISIN IT0000072725) ist gelaufen. Der größte europäische IPO des Jahres 2017 bringt der Investorengruppe rund um dem chinesischen Chemiekonzern ChemChina, der indirekt mit rund 65 Prozent der Pirelli-Anteile hält, knap 2,3 Milliarden Euro ein.

Bei weiten nicht alle Interesssenten kommen bei der Ausgabe zum Zug. Die um 6,50 Euro emittierten Papiere sind am Ausgabetag 2,3-fach überzeichnet und werden den Konzernangaben zufolge an 33.124 Anleger, darunter 205 institutionelle, vergeben.

Comeback nach zwei Jahren

ChemChina hatte im Jahr 2015 für rund 7,4 Milliarden Euro die Kontrolle an Pirelli übernommen und das Unternehmen in der Folge von der Börse genommen. Anschließend wurde das Pirelli-Sortiment gestrafft. Die LKW-Sparte wurde abgespalten und mit der von ChemChina fusioniert. Pirelli selbst wurde auf Pkw- und Motorsportreifen fokussiert.

Nach dem Börsengang werden sich rund 40 Prozent der Pirelli-Aktien im Streubesitz befinden. ChemChina will den Anteil an dem Unternehmen auf etwas weniger als 50 Prozent zurückfahren. Weitere Großaktionäre sind Pirelli-Chef Marco Trochetti Provera und die italienischen Banken UniCredit und Intesa, die vor dem IPO 22 Prozent hielten. Nach dem Börsen-Comeback halten sie noch zehn bis zwölf Prozent am Unternehmen.

Zu den wichtigsten Mitbewerbern von Pirelli zählen die ebenfalls börsenotierten Konzerne Bridgestone (ISIN JP3830800003), Continantal (DE0005439004) und Goodyear (ISIN US3825501014).

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