Pierer Mobility startet Konsortium für E-Motorrad-Technologie

Die österreichische Pierer Mobility (KTM, Husqvarna) bündelt mit Honda, Piaggio und Yamaha ihre Kompetenzen zur Entwicklung von Akkus für E-Motorräder. In Anif bei Salzburg werden 20 Millionen Euro in ein E-Mobility-Kompetenzzentrum investiert.

Stefan Pierer, CEO Pierer Mobility AG

Stefan Pierer, CEO Pierer Mobility AG

Die E-Mobility-Wende rollt im Automobilbereich auf breiter Ebene im an, ist bei Fahrrädern nicht mehr aufzuhalten und steht nun auch bei den motorisierten Zweirädern bevor. "Elektrisch angetriebene Zweiräder werden in der Zukunft in der urbanen und außerstädtischen Mobilität eine bedeutende Rolle spielen", ist sich Stefan Pierer, CEO der börsennotierten Pierer Mobility AG (AT0000KTMI02) sicher.

Mit den Marken - KTM, Husqvarna und GasGas - will Pierer bei den elektrisch angetriebenen Zweirädern in der ersten Liga mitspielen. Ein Schritt dazu ist ein neues Konsortium zur Entwicklung von Tausch-Akkusystemen für Motorräder und leichte Elektrofahrzeuge. Mit an Bord sind als Gründungsmitzglieder bei dem "Swappable Batteries Motorcycle Consortium (SBMC)" genannten Konsortium Honda Motor Co. Ltd, Yamaha Motor Co. Ltd und die PIAGGIO Gruppe (PIA.MI).

In Anif bei Salzburg werden dafür in direkter Nachbarschaft zu den KISKA Designstudios 20 Millionen Euro in ein knapp 8.000 Quadratmeter großes Kompetenzzentrum für E-Mobility investiert, in dem Pierer 150 Mitarbeiter beschäftigen will. Die Pierer-Gruppe bündelt zudem alle Elektromobilität fokussierten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in einer eigenen Gesellschaft, der KTM Forschungs & Entwicklungs GmbH (KTM F&E GmbH).

Industrie-Standard als Ziel

Die Gründungsmitglieder des SBMC-Konsortiums sind überzeugt, dass die Verfügbarkeit eines gemeinsam entwickelten, austauschbaren Batteriesystems der Schlüssel für die Zukunft der leichten Elektromobilität ist.

Das klar definierte Hauptziel des Konsortiums ist daher die Entwicklung gemeinsamer technischer Spezifikationen für tauschbare Akkusysteme, die letztlich zu einem globalen Standard führen sollten, der von europäischen und internationalen Normungsgremien angenommen wird. Die Konsortialpartner wollen das Akkusystem in ihren Zweirädern einsetzen und einen wechselseitigen Tausch garantieren. Daneben sollen auch Lösungen für die Bedenken der Kunden in Bezug auf die Zukunft der Elektromobilität erarbeitet werden - vor allem hinsichtlich der Aspekte Reichweite, Ladezeit und Ladeinfrastruktur und der Kosten.

"Die Unterzeichnung dieses Konsortialvertrages ist ein wichtiger Schritt um sicherzustellen, dass die Pierer Mobility AG ihre klare strategische Vision für elektrisch angetriebene Zweiräder (PTW) weiter vorantreiben und Innovationen rasch umsetzen kann", betont Pierer Mobility CEO Stefan Pierer. "Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir daran arbeiten, ein tauschbares Akkusystem für Fahrzeuge im Niedrigvoltbereich (48V) mit bis zu 11kW Leistung zu entwickeln, das auf internationalen technischen Standards basiert."

Einladung an weitere Hersteller

Das SBMC-Konsortium ist offen für weitere Hersteller. Takuya Kinoshita, Senior Executive Officer, Chief General Manager of Land Mobility Business
Operations, Yamaha Motor: „Ich hoffe, dass dieser erste Schritt nach vorne ein Leuchtturm sein wird, der Gleichgesinnte für unsere Mission anzieht und zu transformativen
Veränderungen für die Zukunft führt. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit dieser Initiative beitragen können, die technischen Spezifikationen und tandards zu vereinheitlichen und die Vorzüge des Elektroantriebs für Kunden auf der ganzen Welt zu maximieren.“

Yoshishige Nomura, Chief Officer Motorcycle Operations von Honda Motor spricht die Einladung an weitere Hersteller aus, sich an dem SBMC-Konsortium zu beteiligen: "Die Gründungsmitglieder und andere Interessengruppen werden gemeinsam an der Standardisierung von austauschbaren Batterien, ihren Ladesystemen und der umgebenden Infrastruktur arbeiten, um das Umfeld für ihre Nutzung zu schaffen. Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass Motorräder auch in Zukunft als nützliches Transportmittel in der Mobilität eingesetzt werden.“ Michele Colaninno, Leiter der Strategie- und Produktabteilung der Piaggio-Gruppe, ergänzt: „Die urbane Mobilität befindet sich in einer heiklen Phase des Übergangs zur Elektrifizierung. Dank unseres Konsortiums werden Motorräder weiterhin eine Schlüsselrolle im städtischen Kontext spielen. Austauschbare Batterien sind die richtige Antwort, um die Ladezeiten zu verkürzen und den Nutzern eine zusätzliche wertvolle Wahlmöglichkeit zu bieten."

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Zur Person. Martin Butollo ist seit 2013 Country CEO der Commerzbank in Österreich. Davor war Butollo für die Commerzbank und die Dresdner Bank in Frankfurt/Main in Managementfunktionen tätig. Seine berufliche Laufbahn begann bei PriceWaterhouseCoopers.

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